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Zu den Abstimmungen in der Gemeinde Risch vom 26. November

Der Rischer Souverän befindet am 26. November über zwei wichtige Geschäfte an der Urne. Zum einen über den Kredit für die Neu- und Umbauten Schulareal Waldegg, eine Vorlage, mit der sich unsere Gemeinde auf die kommenden steigenden Schülerzahlen mit einem soliden, zweckmässigen und gut angeordneten baulichen Ausbauschritt bestens aufstellt.

Zum anderen besteht die Chance, mit dem Bau der Personenüberführung Ost die dringend notwendige Entlastung der Hauptunterführung zu realisieren. Dies insbesondere im Interesse der Schulkinder und älterer Leute, aber auch sämtlicher Benützer der Unterführung! Der Bahnhof Rotkreuz verzeichnet heute eine Frequenz von 15 000 Bewegungen mit steigender Tendenz. Ein Nein wäre mit grossen Nachteilen für unsere Bevölkerung verbunden: nämlich deutliche Mehrkosten für den Steuerzahler und unnötige Verzögerungen. Dies im schlimmsten Falle bis 2021, sofern in der Zwischenzeit infolge Zugersee-Ost-Sperre der gesamte Verkehr über Rotkreuz geleitet wird und in dieser Phase keine baulichen Massnahmen möglich sind. Durch den Beitrag des Agglomerationsfonds von 35 Prozent und 2 Millionen Franken von Zug Estates ist über die Hälfte der Investition finanziert, sodass die Gemeinde Risch noch lediglich rund 4,5 Millionen zu schultern hat. Einen solch interessanten «finanziellen Schnitt» für unsere Gemeinde habe ich noch bei keinem Kreditantrag gesehen.

Da und dort ist die Forderung zu hören, man müsse eine überdachte Überführung bauen und das Projekt deshalb ablehnen. Dies hätte gravierende Konsequenzen: Die durchgeführte Planung mit Kosten von 520 000 Franken wäre wertlos und müsste abgeschrieben werden. Der Gemeinderat wäre gezwungen, der Gemeindeversammlung 2018 einen neuen Planungskredit vorzulegen, um einen neuen Wettbewerb für ein aufwendigeres Bauwerk (mit Überdachung) durchzuführen. Das Preisschild der Mehrkosten würde im Minimum in der Höhe von 2 bis 4 Millionen Franken liegen. Die Ergänzung des bisherigen Projektes durch ein Dach ist nicht möglich, unter anderem auch aus Gründen des Submissionsrechts. Man muss zu bedenken geben: Es ginge vor allem um die Statik, welche in Bezug auf die Schnee- und Windlast deutlich aufwendiger dimensioniert werden müsste. Und dies nur, damit die Benutzerinnen und Benutzer ein paar Meter im Trockenen gehen können? Vor und nach der Überführung bestehen keine Regendächer. Gemäss SBB muss bei durchschnittlich 15 Schneetagen mit Kosten von jährlich rund 10 000 Franken für die Schneeräumung gerechnet werden. Diese Kosten könnten nur teilweise eingespart werden, da die Überführung ja nicht hermetisch abgeschlossen wird und somit trotzdem Schnee auf der Überführung zu liegen käme. Der ohnehin aufwendigere Teil der Reinigung, die Treppen, diese müssten trotzdem geräumt werden. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis würde komplett aus dem Rahmen fallen! Die Brücke soll, wie vielerorts üblich und bewährt, ohne Überdachung in massiver Stahlkonstruktion wetterfest gebaut werden. Der Unterhalt einer Überdachung über den Fahrleitungen wäre aufwendig und übrigens alles andere als gratis.

Die Personenüberführung ist zweckmässig, kann zu vernünftigen Kosten und innert nützlicher Frist erstellt werden und erfüllt ihren Dienst. Machen wir keine unnötige, teure Zusatzschlaufe. Deshalb empfehle ich ein klares Ja.

Roger Wiederkehr, Kantonsrat CVP, Risch

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