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Digitalisierung ist für Kinder nicht nur negativ

«Digitalisierung im Kinderzimmer», Ausgabe vom 16. Januar
Liza Kazakova (15), Zug

Heute ist unsere Welt «digitalisiert». In jedem Haushalt trifft man auf elektronische Gegenstände wie Fernseher, Handy, iPad, Smartphone, Computer usw. Diese sind in der heutigen Zeit nicht wegzudenken. Das Problem ist das Mass an Gebrauch dieser Gegenstände! Doch wie sollte man mit diesen verschiedenen Medien umgehen?

Obwohl viele denken, dass das Tablet oder Smartphone für Kleinkinder negative Wirkung zeigt, gibt es auch positive Eigenschaften. Ich habe ein Kleinkind beobachtet, wie es mit den Buchstaben der Tastatur seinen Namen schreiben wollte. Ich dachte mir, dies wäre eine gute Vorübung für das Lernen und Schreiben seines Namens. Sofort dachte ich mir, dass Smartphones auch positive Wirkungen zeigen können. In der Zeitung ist die Rede, dass das lange Spielen mit dem Tablet die Denkfähigkeit einschränke. Eigentlich wird die Denkfähigkeit damit befördert, denn das Kleinkind weiss nach gewisser Zeit meist, dass verschiedene Tasten auf dem Tablet gewisse Signale auslösen, und versucht sich diese irgendwie einzuprägen. Somit wissen sie am nächsten Tag sofort, welchen Knopf sie betätigen müssen, um genau dieses Vorhaben auszulösen.

Die Erwachsenen wollen, dass ihre Kinder nicht davon abhängig werden. Dies ist auch richtig so, denn das Problem ist Zeit. Meiner Meinung nach ist es falsch, wenn Kinder mehrere Stunden ununterbrochen mit diesen Medien spielen. Sie denken nicht einmal ans Essen und werden somit zu einem Einzelgänger. Sie vergessen, Sport zu treiben und sogar Hausaufgaben zu machen. Natürlich sind Smartphones oder andere ähnliche Instrumente langfristig nicht gesund für unseren Körper, aber wir müssen damit leben können. Somit müssen wir unseren Alltag damit nur beschränkt gestalten, ansonsten bricht das Sozialleben zusammen. Heute versuchen viele Menschen nur noch über die Medien Kontakt zu pflegen, statt hinzugehen oder hinzufahren. Diesen direkten Kontakt würde ich mir sehr wünschen. Schliesslich würde ich sagen: Smartphones und andere Medien gehören zum Leben, aber man sollte nicht viel Zeit damit verschwenden. Die Freizeit unbedingt auch mit anderen Tätigkeiten gestalten! Der Mensch ist immer an Neues gebunden! Was die anderen haben, muss man irgendwie auch besitzen. Es ist nur die Frage der Zeit.

Liza Kazakova (15), Zug

Dummheit erlernt durch Digitaltechnik? Beobachtungen und Studien aus dem Artikel von Rahel Hug sollen zeigen, dass Kinder als Folge der digitalen Welt Schwierigkeiten in ihrer Entwicklung haben. Von Selbstbestimmung wird nicht nur viel geschrieben, sie wird auch immer mehr gelebt. Am Arbeitsplatz, zu Hause, in der Schule, in Heimen, überall, wo es um persönliche Freiheit geht. Ab welchem Alter soll denn diese Verantwortung getragen werden?

Ich bin ein Kind, das in der digitalen Welt aufwächst. Von klein auf interessierte ich mich für elektronische Geräte wie Handys, aber auch Nintendos und PCs zum Spielen, ab und zu auch zum Lernen. Trotzdem war der digitale Konsum als «Überdosis» kaum ein Thema. Oft legte ich das Gerät aus Lust zur Abwechslung weg und holte die Bauklötze, Legos oder die Eisenbahn aus dem Schrank. Auch die ersten Bücher vor vielen hundert Jahren gaben damals zu diskutieren und durften nur in Klöstern oder an Universitäten gelesen werden. Vor den ersten Autos musste jemand mit einer Lampe voranlaufen. Die Menschheit hatte immer wieder Angst und Bedenken vor Neuem. Eine kritische Beurteilung ist stets wichtig. Aber Aussagen, wie sie Monika Minar schildert, dass Kinder mit Wischtechnik die Seiten im Buch blättern, werden ins falsche Licht gesetzt. Diese Form von Blättern kann ich heute noch bei älteren Personen beobachten. Auch eine schlechte Sprachentwicklung kann nicht einfach den digitalen Medien zugeordnet werden. Ist ein Kind z. B. den ganzen Tag in der Krabbelgruppe mit zu wenig Betreuung, kann auch dies eine Folge von schlechter Sprachentwicklung sein. Gerade wenn die Betreuerin kaum die Muttersprache spricht. Die richtige Dosis ist bei allem, was man tut, entscheidend. Extreme sind überall zu finden. Dies ist keinesfalls ein Grund, in der grossen Mehrheit nach Problemen zu suchen. Sicher kann falsche Nutzung von Smartphones und Tablets bei Kindern zu Entwicklungsstörungen führen. Das können aber viele andere Dinge auch, vom Fernsehen bis zum Schulstress.

Die heutige Welt verlangt zum Erfolg, dass man schon früh mit digitalen Medien umgehen kann. Lernt man dies bereits im Kindesalter, funktioniert das wie mit Fremdsprachen fast von alleine. Auf den Seiten von Jugend und Medien der Schweizerischen Eidgenossenschaft sind die Chancen und Gefahren gut beschrieben. Zur gesunden Selbstbestimmung braucht es das richtige Wissen. Kinder schauen das den Eltern ab und das in allem, was sie tun. Deshalb möchte ich die Erwachsenen auffordern, gute Vorbilder zu sein, damit wir gesund aufwachsen. Die neue Welt der digitalen Medien in Frage zu stellen, wäre für Kinder und junge Menschen ein Schritt zurück.

Simon Speck (13), Walchwil

Mit Erstaunen habe ich über den grossen Einfluss der Digitalisierung bereits im Kinderzimmer im Artikel gelesen. Ich bin der Verfasserin sehr dankbar, dass sie dieses wichtige Thema veröffentlicht hat. Die Digitalisierung unserer Welt lässt sich nicht mehr aufhalten! Ich finde es wichtig, dass Kinder schon frühzeitig in Kontakt mit der digitalen Welt kommen. Dies sollte meiner Meinung nach jedoch mit Vernunft geschehen. Es darf nicht sein, dass Computer, Tablets und Handys dazu missbraucht werden, die Kinder einfach ruhigzustellen. Mediennutzung und Entwicklungsstörungen hängen laut «Ärzteblatt» zusammen (aerzteblatt.de).

Auch ich als Jugendliche gebe zu, dass ich viel Zeit mit meinem Handy verbringe. Ich finde allerdings, dass man vorsichtig sein sollte! Zu viel Zeit könnte einem schaden! Weiter treiben im Internet viele dunkle Gestalten mit unehrlichen Absichten ihr Unwesen. Laut Mikado-studie.de nutzen bereits 42 Prozent der 6-Jährigen das Internet. Die Gefahren sind vor allem für Kinder und Jugendliche erheblich. Daher sollten sie nur unter Aufsicht der Eltern, von erwachsenen Personen oder eines älteren Geschwisters im Internet surfen.

Auf der andern Seite fordert die moderne Berufswelt immer bessere Kenntnisse im Umgang mit Computern und anderen digitalen Hilfsmitteln. Auch das Internet ist bei modernen Berufen oft nicht mehr wegzudenken. Ein früher Kontakt mit der digitalen Welt ist somit eine gute Vorbereitung von Kindern und jungen Menschen auf die künftige Berufswelt. Das papierlose Büro ist heutzutage in Mode. Keine Papiere, Formulare und anderes Material, welches man später mühsam ablegen muss: Eine schöne Welt könnte man glauben – und umweltfreundlich dazu! Was ist jedoch die Folge davon? Immer grössere Abhängigkeit von Computern, Elektrizität und Computerprogrammen! Funktionieren diese wegen einer technischen Störung einmal nicht, bleibt die Arbeit liegen! Denkt man diese Situation ins Kinderzimmer, könnte die Folge sein, dass die Kinder nicht mehr wissen, was sie spielen sollten! Auch diese eher unangenehme Seite der modernen Digitalisierung sollten die Kinder kennen und den Umgang damit lernen. Ich finde, dass der Kontakt mit der digitalen, virtuellen Welt denjenigen mit der realen Welt nicht ersetzen kann. Diese Welt, glaube ich, ist für die Kinder wichtiger als die digitale.

Zoe Schena (15), Zug

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