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Leserbrief

Direktzahlungen müssen
erhalten bleiben

«Wir wollen keine Direktzahlungen», Ausgabe vom 24. Juli

Die sogenannten Direktzahlungen wurden seinerzeit zur Kompensation fallender Preise für Milch sowie andere landwirtschaftliche Erzeugnisse eingeführt. Sie sollten die Erosion der Einkommen bäuerlicher Mittel- und Kleinbetriebe verhindern. Auf solche sind Bauernfamilien angewiesen, wenn sie nicht zu Sozialfällen verkommen und/oder auf Nebenerwerb aus anderweitiger Beschäftigung angewiesen sein sollen. In unsicheren Zeiten nehmen in der Verfassung verankerte Prioritäten wie die Verpflegungssicherheit und -souveränität der Bevölkerung sowie Multifunktionalität der Landwirtschaft an Bedeutung zu. Sie sollen nicht vorab durch grosse, sondern durch eine Menge profitabler kleiner und mittlerer Betriebe gewährleistet werden. Deren Existenz soll auf Dauer durch Direktzahlungen gesichert werden.

Unsere Ernährung muss durch grösstmögliche Selbstversorgung mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen unseres Bauernstandes garantiert sein. Auf sichere Importe aus dem Ausland ist ohnehin nicht Verlass. Im Interesse unserer Gesellschaft ist es daher notwendig, sich vermehrt aktiv für Erhalt und Förderung der Grundwerte in der eigenen Landwirtschaft einzusetzen. Politische Entscheide in Sachen Landwirtschaft müssten daher in Zukunft vermehrt geprägt sein von kreativer Weitsicht und Nachhaltigkeit. Dies anstelle von bewusst bürokratischer Komplizierung der Zusprache oder Absage von Direktzahlungen. Den dem Agrobereich zugewandten Jugendlichen sowie Nachfolgeanwärtern auf Heimwesen sind zudem vermehrt Zuversicht und Möglichkeiten zu verschaffen. Statt dessen werden sie amtlich auf allenfalls notwendige Umorientierung und Umschulung oder auf Nebenverdienst verwiesen. Die Existenz kleiner und mittlerer Betriebe ist durch unser längst bewährtes System von Direktzahlungen zu sichern, statt – wie in dieser Zeitung gefordert – abzuschaffen.

Hans Brülhart, Luzern

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