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Drei Lesermeinungen zur No-Billag-Initiative

Zur eidgenössischen Abstimmung vom 4. März

Am 4. März ist es wieder so weit, es wird nichts weniger als über die Zukunft der Schweiz votiert. Sagt man Ja zur No-Billag-Initiative, wird die SRG am Ende sein und damit die Demokratie und damit die Schweiz. Ausser Angst- und Untergangsszenarien kommt von den Gegnern rein gar nichts, kein Reformwille, keine Ideen, nichts! Ein Blick auf die Fakten ergibt einiges. Die SRG hat sich zu einem Koloss entwickelt, der 1,6 Milliarden pro Jahr verbrennt, 6000 Leute beschäftigt, die zu einem Durchschnittslohn von 107 000 Franken beschäftigt werden. Zur Erinnerung: Der Durchschnittslohn in einem schweizerischen KMU beträgt 85 000 Franken. Diese Firma hat sich, vor den Augen der Politiker, zu einem Selbstbedienungsladen erster Güte entwickelt. Ungeachtet der Entwicklung des Medienmarkts, der sich hin zu rein bedürfnisorientiertem Konsum bewegt, macht die SRG weiter, als ob nichts passiert wäre. Statt, wie es Firmen in der Privatwirtschaft machen würden, sich mit der Zukunft zu befassen, wird arrogant und weg von jeglicher Selbstkritik weiterhin in das tote Pferd investiert. Eine Firma in der Privatwirtschaft würde früher oder später in Konkurs gehen, nicht so die SRG, die ihren «Konsumenten» weiterhin ihre Zwangsgebühren abverlangen wird. Zu guter Letzt wird das Gewerbe nun ebenfalls mit dieser Mediensteuer belastet, was völlig unfair ist.

Die SRG wird sich reformieren müssen, sowieso! Mit einer Annahme der No-Billag- Initiative wird die SRG zu ihrem Glück gezwungen. Als reformierte Unternehmung, die sich am aktuellen Markt orientiert, wird sie ihre Bedeutung behalten, nur anders und bescheidener. Als gutes Beispiel dafür diene die Swisscom, die sich, im freien Markt, zur führenden Telekommunikationsunternehmung entwickelt hat.

In diesem Sinne lege ich ein überzeugtes Ja zur No-Billag-Initiative in die Urne, denn alles andere wird den Status quo bestätigen, und es ginge, trotz gegenteiliger Lippenbekenntnisse, im gleichen, völlig überrissenen Stil weiter.

Adrian Risi, Zug

Das Initiativkomitee von «No Billag» will die «Zwangsgebühren» abschaffen! Unter anderem hat dies Beni Riedi in einem Leserbrief geschrieben, der am 24. Januar veröffentlicht wurde. Ich bin froh, wenn Kantonsrat Beni Riedi (Mitglied der SVP) mir TV-Anbieter angeben würde, bei denen ich keine «Zwangsgebühr» zahlen muss. Wenn ich Filme, Serien sehen will, kann ich das zum Beispiel auf Netflix, Kostenpunkt 11 Franken im Monat. Beim Sport wähle ich zum Beispiel UPC mySport für 25 Franken im Monat. Nationales und Regionales suche ich mir zusammen und zappe mich durch den Mediendschungel. Jetzt muss ich nur noch schauen, welche Firmen (Personen) hinter den TV-Stationen stehen, um auch sicher- zugehen, dass diese das Bild nicht zu ihren Gunsten verzerren! Was das «Gesamtpaket» angeht, sehe ich keine Alterna­tive zu unserem SRF. Gerade wenn jemand Politik betreibt, verstehe ich nicht, wie so jemand gegen das SRF sein kann. Wenn ich sehe, wie viel «Gratis-Reklame» für die diversen Parteien gemacht wird. Und alle Parteien kommen zu Wort. So werde ich informiert und habe die Übersicht über die ganze politische Landschaft. Das gibt uns «Sicherheit» und «motiviert» junge Mitbürgerinnen und Mitbürger, sich politisch zu engagieren, um nur zwei politische Standpunkte von Beni Riedi aufzugreifen. Das Initiativkomitee sagt auch, dass wir in der Schweiz die höchsten Gebühren haben. Ja, das stimmt. Aber in welchem Bereich zahlen wir weniger als im Ausland? Ein weiterer Punkt ist: «Die gerechte Lösung ist, dass jeder selbst zahlt, was er konsumiert.» Wo ist der schweizerische Solidaritätsgedanke geblieben? In der Initiative sticht immer wieder ein Wort heraus, «Zwang». Jetzt fragt sich, ob wir am besten gleich unsere Steuern absetzen sollten. Auch da wird an Sachen gezahlt, die ich nicht will! Somit wünsche ich ein gutes Gelingen.

Martin Iten-Iten, Alosen

«No Billag» – No-Go.

Urs E. Meier, Oberwil

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