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«Durchgangsbahnhof macht überhaupt keinen Sinn»

Zum Leserbrief «Durchgangsbahnhof ist die beste Lösung», Ausgabe vom 6. April
Edgar Bächtold, Luzern

In einem Leserbrief vom 6. April stellt unser Ständerat Damian Müller (FDP) die Behauptung auf, dass ein Durchgangsbahnhof für Luzern die beste Lösung sei. Er beweist damit, dass er, wie die allermeisten Politiker, sich nicht sachlich mit der Problematik des Luzerner Bahnhofverkehrs befasst hat, sondern sich an die politisch vorgegebenen Behauptungen hält. Er ist sich nicht bewusst, wie wenige Bahnlinien in Luzern als Durchgangslinien geeignet sind. Das Wenden von Zugkompositionen ist heute kein Problem mehr, was in Zürich, Bern und Basel mehrfach stündlich bewiesen wird und sich bewährt hat.

Was kümmern uns Luzerner die Bahnpassagiere, die hier den Zug gar nicht verlassen wollen? Wer zu- oder umsteigt, den interessiert es nicht, in welche Richtung der Zug fährt, sondern wie schnell er seine nächste Verbindung erreicht. Ein Durchgangsbahnhof macht für die Luzerner überhaupt keinen Sinn. Diesen auch noch vorzufinanzieren, ist Unsinn.

Seit der Zugentgleisung im Bahnhof Luzern ist klargeworden, dass in allernächster Zeit die Zufahrtslinien verdoppelt werden müssen. Dies ist aber nur möglich, wenn man den Bahnhof weiterhin ebenerdig betreibt, aus zeitlichen und finanziellen Gründen, was durchaus möglich ist, wenn die SBB nicht Bahngelände zum Bebauen verkaufen.

Wenn sogar der Schöpfer der Zürcher Durchmesserlinie eine solche Lösung vorschlägt, so hat dies seine guten Gründe. Jeder Bahnbenützer, der sich schon im Zürcher Bahnhofsuntergrund zurechtfinden musste, wird froh sein darüber, wenn uns in Luzern der bewährte, ebenerdige Kopfbahnhof erhalten bleibt. Es gibt sinnvolle Lösungen für den kurzfristigen Ausbau des Bahnhofs Luzern, und jede kostet weniger als den halben Preis des Durchgangsbahnhofes. Man muss nur nicht stur im Tiefbahnhof stecken bleiben, dann werden wir die Lösung noch erleben.

Edgar Bächtold, Luzern

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