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Leserbrief

E-Voting: Entscheidend ist das Vertrauen

«E-Voting-Gegner machen vorwärts», Ausgabe vom 16. Juni

Franz Grüter, SVP-Politiker Luzern und EDV-Spezialist lanciert eine Volksinitiative gegen das E-Voting. Elektronisch abzustimmen sei eine Gefahr für die Demokratie. Mit grossem Engagement schmückt er sich damit überall in den Zeitungen. Man kann durchaus gegen elektronische Abstimmungen sein. Die Tatsache, dass Franz Grüter als EDV-Kritiker sich dieses Jahr in den Bankrat der Luzerner Kantonalbank wählen liess, erstaunt mich sehr, ist doch die LUKB eine moderne Bank mit einem ausgeklügelten EDV-System. Ohne funktionierende EDV könnte die Bank nicht existieren. Kann Franz Grüter mit seiner Einstellung der elektronischen Sorgfaltspflicht nachkommen? Wie kann eine Person mit dieser EDV-Haltung diesem Amt als Bankrat gerecht werden? Eine Empfehlung an den gesamten LUKB-Bankrat: Ich würde Franz Grüter in kommenden EDV Entscheidungen in den Ausstand treten lassen. Sie riskieren, den EDV-Turbo-Zug zu verpassen. Es gibt genug negative Beispiele (Nokia, Kodak usw.), die mit Verwaltungsräten wie Franz Grüter fast in den Ruin gefahren sind.

Markus Marti, Hergiswil NW


Wie wir in unserer direkten Demokratie wählen und abstimmen, ist eine wichtige Frage. Ob wir in die Art der Stimmabgabe vertrauen, ist entscheidend. Bereits heute können einige Schweizerinnen und Schweizer ihre Stimme elektronisch abgeben. Persönlich bin ich eher für als gegen E-Voting. Dennoch lassen mich die Sicherheitsbedenken verschiedener Experten zweifeln. Einige dieser möchten nun mit einer Volksinitiative E-Voting verbieten. Dass das Volk über diese Frage befinden kann, finde ich gut. Deshalb werde ich die Initiative unterschreiben. Auch wenn ich sie, Stand heute, wohl eher bekämpfen als befürworten werde.

Maurus Zeier, Kantonsrat FDP, Luzern


Das ist der falsche Weg. Mich erstaunt, dass sich ein IT-Unternehmer engagiert, um in der Bundesverfassung beim Artikel 34 ein Verbot zur elektronischen Stimmabgabe einzuführen. Zudem soll erst nach einer zehnjährigen Sperrfrist eine Überprüfung des Eintrages möglich sein. Die Gefahr, dass jedes EDV-System sich einer Hacker-Attacke aussetzt, lasse ich gelten. Aber die IT-Spezialisten in den Parlamenten sollten jetzt ihr Wissen und Können zur Verfügung stellen, damit ein System entwickelt und eingeführt werden kann, welches die grösste Sicherheit gegen Hackerangriffe bietet. Mit dem Ziehen der Notbremse, dem Sperrfristengenerieren löst man keine Probleme. Haben die Leute die Augen zu? Der Umgang mit EDV-Mitteln ist breit geläufig. Sogar in den Grundschulen werden anstelle von Büchern die Zugriffe aufs Internet geschult. Beobachtungen im Alltag zeigen, dass viele Personen täglich ihre EDV-Geräte Handys, Tablets, Laptops usw. benutzen. Wir werden auch dauernd mit neuen Anwendungen konfrontiert, teilweise kann nur noch damit etwas bestellt oder nachgefragt werden. Ich hoffe, dass die IT-Spezialisten Einsicht zeigen und die unnötige Volksinitiative nicht starten werden.

Hanspeter Röösli, Emmenbrücke

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