Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Ein bisschen mehr Verständnis

«Warum bekommt er eine Plattform?», Ausgabe vom 21. Februar

Herr Dubach wirft mir zu Recht vor, meine Texte seien teilweise wirr und nicht aufklärend. Leider durfte ich keine Akademikerbildung geniessen und würde sehr gerne Ratschläge von Herrn Dubach entgegennehmen, wie der folgende Text verbessert werden könnte:

In der Schweiz darf sich jeder Nichtschriftsteller frei äussern (Politiker etwas freier, weil ihre Beiträge nicht gekürzt werden). Die Alternative «Wer bezahlt, der befiehlt» wäre wohl keine bessere.

Vor 40 Jahren hat mich ein Kollege beeindruckt, als er plötzlich auf sein Auto verzichtete mit dem Argument, «ein Vorbild wirkt mehr als ein Gesetz». Seit 33 Jahren bin ich deshalb nie mehr hinters Steuer gesessen, obwohl ich nie einen Schaden verursachte. Meine Krankenkasse hielt sich an mir bisher schadlos, weil ich u. a. nicht rauche. Durch Masslosigkeit (Übergewicht) wird unser Staat mit Milliarden belastet. Ich bewege mich mit dem Velo, damit ich wenigstens einigermassen nicht aus dem Leim gerate. Es gelingt mir inzwischen besser, an den Torten vorbeizugehen, obwohl es mich fast zerreisst. Zugegeben, ich bin ein Egoist: Ich trinke nicht, weil ich es einfach geniesse, wenn ich kein Kopfweh habe. Ich betreibe auch keinen Risikosport (am TV wurde gezeigt, wie unvernünftige Senioren mit Skifahren die Kassen explosionsartig belasten). Ich verfolge die informativen TV-Beiträge («Einstein», «Extra 3» usw.), um sachlich zu bleiben. Ich fahre nicht zum Einkauf ins Ausland, ich habe das lokale Baugewerbe immer massiv bevorzugt (Rechnungen einsehbar). Obwohl unser Militär nicht nach meinem Gusto läuft, habe ich als 44-Jähriger meine Pflicht erfüllt, den letzten EK geleistet und sogar die geleisteten Ersatzzahlungen in den Kamin geschrieben (Weggli und Batzen an die Schweiz). Ich habe meine Steuern und meine Rechnungen immer pünktlich bezahlt (niemandem Schaden zugefügt). Eine Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn genügend Bewohner bereit sind, sich nicht jeden Exzess zu erlauben, den das Gesetz nicht ausdrücklich verbietet. Mit Sorge verfolge ich die Auswirkungen der wachsenden Abzockergesellschaft. Ich wünschte mir, man würde ein spezielles Fach bei Betriebsökonomen einführen, um diesen Wildwuchs in den Griff zu kriegen. Ich, ich, ich .., Selbstlob stinkt! Wie aber soll ich aufzeigen, dass ich mir Sorge um die Umwelt mache, wenn ich es nicht selbst praktiziere? Vielleicht bietet sich Herr Dubach künftig an, meine Texte zu redigieren, damit klar und verständlich ankommt, wie wichtig für mich der Erhalt der Umwelt ist. Ich erwarte von ihm nicht, selbst ein Vorbild zu sein, aber wäre ein bisschen demokratisches Verständnis zu viel erwartet gegenüber «Ungebildeten»? Als «Ungebildeter» habe ich es trotzdem geschafft, auf dem Nordpol bei Expeditionen technisches Gerät zu betreuen oder in Südafrika UKW-Sender zu bauen. Selbst bei meinem Tod würde ich liebend gerne minimalen Schaden hinterlassen, aber ich werde von der Politik gehindert. In Nordeuropa wurde eine Erfindung gemacht, wie man Tote gefriertrocknen kann und dann reinen Humus gewinnt.

Tony Stocklin, Steinhausen

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.