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Ein gerechteres Steuersystem muss endlich auf den Tisch

«Ein Minus und viele Sorgen», Ausgabe vom 23. März
Beat Lütolf, Nebikon

Der Kanton Luzern verzeichnet für das Jahr 2016 ein Defizit von 49,3 Mio. Franken. Laut dem Bericht in dieser Zeitung betrugen die Steuereinnahmen 111,9 Millionen Franken von den juristischen und 903,2 Millionen von den natürlichen Personen, das heisst 11 Prozent kommen von der Wirtschaft und 89 Prozent vom normalen Steuerzahler. Gegenüber 2015 haben die Steuereinnahmen durch die natürlichen Personen mehr zugenommen als erhofft. Die Einnahmen durch die Wirtschaft blieben jedoch unter den Erwartungen. Fazit: Nach vier Jahren Steuerreform schreibt der Kanton rote Zahlen. Die positiven Abschlüsse der Jahre 2013, 2014 und 2015 füllen das Finanzloch auch nicht. Nimmt man noch die vorgesehene Steuersatzerhöhung dazu, dann ist die Steuergesetzreform von 2012 ein ganz grosser Flop.

Die Firma Emmi brillierte im Jahre 2016, liest man in derselben Ausgabe dieser Zeitung. Sie machte einen Reingewinn von 140,3 Millionen Franken. Verrückt, wenn man weiss, dass Emmi Subventionen für die Verwertung der Milch bekommt. Wie hoch sind diese Subventionen, und woher kommen sie? Letztlich doch vom Steuerzahler und Konsumenten. Emmi könnte das ganze Defizit des Kantons übernehmen, es würde immer noch ein Reingewinn von 91 Millionen bleiben. Der Anteil an den Steuereinnahmen durch juristische Personen würde auf sagenhafte 15,1 Prozent ansteigen. Immer noch sehr bescheiden im Vergleich zum Nutzen, den die Wirtschaft aus der Infrastruktur zieht, die der Staat bezahlt. Zum Staat gehören die Wirtschaft und die normalen Steuerzahler. Die würden auch nach der Grosszügigkeit von Emmi immer noch 85 Prozent der Steuereinnahmen bestreiten. Ein gerechteres Steuersystem muss auf den Tisch. Es muss die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Nutzniessung aller an der staatlichen Infrastruktur berücksichtigen. Wie lange lässt sich der normale Steuerzahler noch verschaukeln und den Hauptteil der Zeche bezahlen?

Beat Lütolf, Nebikon

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