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Ein «Hohn» oder ein Grundstein für fliegerische Karrieren?

Zur Abstimmung vom 26. November in Nidwalden über den 10-Millionen-Kredit für den Flugplatz Buochs
Sepp Wyrsch, Buochs

Die Abstimmungsbotschaft des Nidwaldner Regierungsrates weist erheblich, ja verharmlosende «Orientierungslücken» zum 10-Millionen-Objektkredit auf. Das zeigen meine umfassenden Recherchen in den umfangreichen Statusdokumenten und der Kosten- und Leistungsabrechnung mit Skyguide auf.

Da wirkt der aufgezeigte Businessplan wie ein Hohn. In 16 Geschäftsjahren sind nur gerade drei Abschlüsse positiv ausgefallen. Um den Flugplatz endlich kostendeckend zu bewirtschaften, müsste der durchschnittliche Start-/Landetarif von heute 32 Franken auf 279 Franken pro Flug erhöht werden – inklusive der rund 40 Prozent Werkflugbewegungen der Pilatus-Flugzeugwerke und ihres grosszügig festgelegten «Selbstkostentarifs».

Um für die Skyguide-Flug­sicherung trotzdem ein ausgeglichenes Ergebnis zu erhalten, wird der Gesamtverlust von 5,8 Millionen Franken aus dem Gewinn der grossen Landesflughäfen mit unzulässigen Quersubventionen gedeckt. Skyguide wird künftig ihre kompletten Dienstleistungen für die Regionalflugplätze zuhanden des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (Bazl) verrechnen.

Die Frage der künftigen Defizitfinanzierung bleibt bestehen und muss als strukturelles Risiko dringend behoben werden. Die Basisdaten 2014 des Flugplatzes Buochs: Einnahmen beim Flugbetrieb 219970 Franken, Bundesbeitrag 527335 Franken, übrige Einnahmen 289311 Franken, Aufwand 2,4 Millionen Franken. Das ergibt ein Minus von knapp 1,4 Millionen Franken.

Die Airport Buochs AG (Abag) wird das gesteckte Ziel auch mit einer massiven Steigerung ihrer vorschwebenden 20000 Flugbewegungen klar nicht erreichen – ganz zu schweigen von den umfangreicheren Emissionen und Immissionen.

Wie viele Jahrzehnte wird es noch gehen, bis der provisorische Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt, das provisorische Umnutzungsgesuch und das hängige Betriebsreglement pfannenfertig auf dem Tisch liegen? Für das künftige Mitentscheiden reichen auch Dienstbarkeitsverträge, rückzahlbare Darlehen, aber keine «Aktien-Risikopapiere». Was passiert in absehbarer Zukunft mit den Pilatus-Flugzeugwerken, wenn der engagierte und umsichtige Oscar Schwenk in Pension geht?

Sepp Wyrsch, Buochs

Dank dem, dass ich in Buochs aufwuchs, konnte ich meine fliegerische Grundausbildung bei der Segelfluggruppe Nidwalden absolvieren. Diese ist ehrenamtlich organisiert, vom Fluglehrer bis zum Flugzeugunterhalt. Dadurch konnte ich mir bereits als Lehrling viel technisches Wissen aneignen, verantwortungsvolle Tätigkeiten im Unterhalt übernehmen sowie den Grundstein für meine fliegerische Karriere legen.

Dies soll auch in Zukunft jungen Erwachsenen möglich sein. In Nidwalden gibt es zahlreiche Firmen und damit auch Arbeitsplätze, welche direkt oder indirekt vom Flugplatz profitieren oder darauf angewiesen sind. Es gilt nun, die Voraussetzungen zu schaffen, dass ein vernünftiger, kostendeckender Betrieb des Flugplatzes zukünftig möglich wird. Tun wir es, indem wir zum Flugplatzkredit Ja sagen.

Matthias Schlaufer, Buochs

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