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Ein Ja zur SRG

Zur eidgenössischen Abstimmung «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren»
Heinz Keller, Schattdorf

Ich brauche ein Radio und ein Fernsehen, die über alle Meinungen in unserem Land berichten. Ich will diese Meinungsvielfalt mit Gebühren abgelten und nicht mit Sparten­abos zum Abwinken. Die Initianten erklären uns, man könne die SRG auch bei einem Ja retten. Warum muss man sie denn retten, wenn sie behaupten, sie könne kostendeckend den Service public aufrechterhalten? Dazu widersprechen sie sich selber. Nach ihrem Initiativtext ist staatliche Förderung ausdrücklich ausgeschlossen. Jetzt schreiben dieselben Leute, die SRG könne ja mit Beiträgen von den Kantonen unterstützt werden, was die Bundesgesetzgebung ausdrücklich verbietet.

Ein Urner Landrat braucht sogar in Inseraten Argumente gegen die berechtigten Gebühren mit seinem Bedauern, Junge seien ja sowieso nur noch in sozialen Medien unterwegs. Was hat denn Billag damit zu tun? Es scheint mir, die Befürworter der Initiative wissen gar nicht mehr so recht, wie sie aus ihrer Falle heraus können. Sie merken selber, was sie angezettelt haben. Nämlich nichts anderes als die Abschaffung der SRG als nationales Medienunternehmen, das bis heute alle Meinungen und alle Regionen mit ihren Sprachen und Dialekten dargestellt hat.

Warum entwerfen die Initianten denn Plan B und C mit den wildesten Zahlenspielen? Wenn diese zutreffen würden, sollen sie doch folgendermassen argumentieren: Wir machen in Zukunft selber lukrativ Radio und Fernsehen mit umfassenden Informationen über alle Meinungen und über die Darstellung der kulturellen Leistungen der Schweiz. Das tun sie nicht, weil es nicht möglich ist. Ich verwerfe diese Initiative, weil ich nicht nur über Inhalte informiert werden will, die meine Einstellungen bestätigen.

Heinz Keller, Schattdorf

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