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Ein Nein wäre ein Ja zur Schule Finstersee

«Die Argumente liegen auf dem Tisch», Ausgabe vom 1. Februar

«Den Bildungsstandort Menzingen stärken», das will der Gemeinderat, und das betonten Gemeindepräsident Peter Dittli (FDP) und Finanzvorsteherin Isabelle Menzi (CVP) am öffentlichen Podium über die geplante Schliessung der Dorfschule Finstersee mehrmals. Doch wie kann man den Bildungsstandort Menzingen stärken, wenn man gleichzeitig eine lebendige Schule schliesst und so ein kleines Dorf schwächt, indem man ihm die Kinder und damit die Zukunft nimmt?

Die Sprache verrät vieles. Auch die Haltung der beiden Gemeinderäte. «Wir haben alles da oben!», sagten sie. Und die andern dort unten in Finstersee? Später betrifft es vielleicht diejenigen dort unten in Edlibach. Den Leuten in Finstersee amputiert man die Schule und damit die Seele. Man konzentriert und zentralisiert und zerstört eine Institution, die mehr bedeutet als nur eine funktionierende Schule. Sie ist Kernelement des kleinen Dorfes und so etwas wie ein kulturelles und soziales Zen­trum – einer vitalen Gemeinschaft mit jungen Familien, mit rund zwölf Vereinen und über 30 KMU- und Landwirtschaftsbetrieben.

Die Stärke der Schweiz liegt in der Vielfalt und in der Rücksichtnahme auf Randregionen. Das trägt zum Zusammenhalt bei, zur Identität mit unserem Staat. Dazu gehört auch eine vielgestaltige Bildungslandschaft mit kleinen Aussenschulen. Eine gute Bildungspolitik setzt alles daran, eine solche Gesamtschule weiterzuent­wickeln.

Am 4. März muss man an der Urne darum Nein sagen zur geplanten Schliessung und damit Ja zu dieser lebendigen und für das Dorf Finstersee und seine Zukunft existenziell wichtigen Schule.

Carl Bossard, Gründungsrektor PH Zug, Stans

Die Parole heisst Nein zur Schliessung der Schule Finstersee. Eine Formulierung, die fast schon intrigant Verwirrung stiften kann. Dabei ist die Absicht ein Ja!

Ja zur Erhaltung der Klassen, ja zum Dorf, ja zu den Kindern, die nahe ihrem Zuhause zur Schule können. Ja zur Vermeidung von Schulbusstress, ja zur wertvollen Zeit daheim am Mittagstisch mit der Familie. Ja zum Wert der gemischten Klasse, ja zur Bereitstellung eines Schulhauses und Lehrpersonen in einem kleinen, aber belebten und wunderschönen Teil der Gemeinde Menzingen. Es geht ums Herzblut der Befürworter, um den Wert des Miteinanders.

6313 ... das beinhaltet nur eine Gemeinde, Dörfligeist ist da doch irgendwie fehl am Platz. Wenn die Absicht hinter einem Anliegen von Herzen kommt, dann ist es besser, Sachverhalte aussen vor zu lassen. Langfristig wird nur das Wohlbefinden der Menschen Wirkung auf alles zeigen, und keine Sparmassnahmen oder sonstige vermeintlich sinnvollere Strukturierungen.

Mit einem Nein kann man vielen Herzen zu einem jubelnden Ja verhelfen.

Martina Christen, Menzingen

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