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Ein Teil unserer Heimat

Zum Thema Denkmalpflege
Andreas Bossard, Alt Stadtrat, Oberwil

Seit einigen Jahren pflegen gewisse Kantonsräte eine Art Mobbingpolitik gegen unsere gut funktionierende Denkmalpflege. Sie möchten die Denkmalpflege auf ein absolutes Minimum herunterfahren. Ich frage mich: Welche Motivation treibt sie? Mir ist klar, Denkmalpflege ist nicht gratis. Aus gewissen Liegenschaften kann nicht mehr das Maximum herausgeholt werden. Ich meine, diese vorwiegend monetären Gedanken sollte man weitsichtig betrachten. Die geforderte Quasi-Abschaffung der Denkmalpflege könnte sich sogar zu einem Verlustgeschäft entwickeln. Viele Menschen suchen gerade Objekte mit historischem Hintergrund oder Orte in lieblicher, heimeliger Umgebung. Sie verabscheuen gesichtslose Quartiere und suchen eher dörfliche Strukturen. Wenn nun mit der Zeit solche gesichtslosen Quartiere gemieden werden, wäre dies für die Eigentümer ein arges Verlustgeschäft. Bereits wächst auch bei uns der Leerwohnungsbestand! «Der Kanton Zug soll kein zweites Ballenberg werden» – über diesen Vergleich musste ich schmunzeln. Im Ballenberg haben 100 Prozent der Bauten einen historischen Hintergrund. Im Kanton Zug sind nicht einmal 3 Prozent der Gebäude unter Schutz. Mit der Inventarisierung sollen nun wichtige Zeugen unserer Baukultur aufgezeigt und eventuell unter Schutz gestellt werden. Ein vernünftiger Weg, der auch in andern Kantonen verfolgt wird. Die erwähnten Kantonsräte stammen alle aus Parteien, die sich für unsere Heimat starkmachen. Ein echtes Heimatgefühl entsteht dort, wo du lebst, wo du dich glücklich fühlst und wo du dich an frühere Orte und Begebenheiten erinnern kannst. Wenn nun ganze Quartiere ausgewechselt werden und «Erinnerungsobjekte» verschwinden, wird unser Heimatbewusstsein arg strapaziert. Schweizer Fahnen, schöne Bauten, Schwingfeste und heimatliche Musik, all dies trägt zu unserem Heimatgefühl bei. Halten wir Sorge zur Denkmalpflege, die sich dafür einsetzt, dass auch kommende Generationen sich an unserem kulturellen Erbe erfreuen können.

Andreas Bossard, alt Stadtrat, Oberwil

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