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Ein unverantwortliches Experiment

Zum Atomausstieg, über den am 27. November an der Urne befunden wird
Toni Moser, Arzt, Bürglen

Endlich haben wir Stimmenden am 27.November 2016 die Möglichkeit, die Schweizer Atomkraftwerde ihrem Alter entsprechend geordnet abzuschalten und damit aus dem Irrtum der sicheren Atomenergie auszusteigen.

In den 70er-Jahren, auf dem Höhepunkt der politischen Auseinandersetzung um die Nutzung der Atomenergie, rechneten uns die Verantwortlichen vor, die Kernkraft sei sicher und beherrschbar, die Wahrscheinlichkeit eines grössten anzunehmenden Unfalls GAU mit Kernschmelze so klein, dass kaum jemand eine solches Ereignis erleben werde. Was für ein riesengrosser Irrtum! In den vergangenen 40 Jahren kam es in Tschernobyl und Fukushima zweimal zu einem schwersten Nuklarunfall mit Schmelze des Raktorkerns und massiver Freisetzung von Radioaktivität. Die Folgen für die betroffene Bevölkerung waren und sind weiterhin fatal: Viele Menschen wurden krebskrank oder werden es noch werden. Ganze Landstriche in Weissrussland, in der Ukranie oder in Japan wurden unbewohnbar. Man stelle sich ein solches Unglück in Gösgen oder Beznau vor. Grosse Teile des dicht bewohnten Schweizer Mittellandes müssten evakuiert werden, würden für Jahrzehnte unbewohnbar. Aber nicht nur die grossen Störfalle sind mit bedenklichen Auswirkungen für die menschliche Gesundheit verbunden. Auch der Normalbetrieb eines Kernkraftwerks macht krank. So konnte eine internationale Studie anhand von 400’000 Beschäftigten der Atomindustrie aus 15 Ländern nachweisen, dass diese Menschen ein fünfmal höheres Risiko haben, an Krebs zu erkranken als die Normalbevölkerung. Eine 2007 publizierte Untersuchung fand zudem, dass Kinder, die im Umkreis von 5km um ein Atomkraftwerk leben, doppelt so häufig an Leukämie erkranken als Kinder, die weiter entfernt wohnen.

Die Engergiegewinnung aus Atomkraft ist ein nicht mehr zu verantwortendes Experiment mit der Gesundheit des Menschen, das endlich kontrolliert beendet werden muss. Da die politisch Verantwortlichen, Bundesrat und Parlament, offenbar nicht den Mut haben, die Gesundheit der Bevölkerung vor die Interessen der Stromindustrie zu setzen, muss die Stimmbevölkerung die mittlerweile in die Jahre gekommenen Atomkraftwerke endlich geordnet abschalten und damit das Risiko eines GAUs in der Schweiz zu eliminieren.

«Experiment mit der Gesundheit eliminieren»

Endlich haben wir Stimmenden am 27. November die Möglichkeit, die Schweizer Atomkraftwerke ihrem Alter entsprechend geordnet abzuschalten und damit aus dem Irrtum der sicheren Atomenergie auszusteigen.

In den 1970er-Jahren, auf dem Höhepunkt der politischen Auseinandersetzung mit der Atomenergie, rechneten uns die Verantwortlichen vor, die Kernkraft sei sicher und beherrschbar und die Wahrscheinlichkeit eines grössten anzu­nehmenden Unfalls mit Kernschmelze so klein, dass kaum jemand ein solches Ereignis je erleben werde. Was für ein riesengrosser Irrtum! In den vergangenen 40 Jahren kam es in Tschernobyl und Fukushima zweimal zu einem schweren Nuklearunfall mit Schmelze des Reaktorkerns und massiver Freisetzung von Radioaktivität. Die Folgen für die betroffene Bevölkerung waren und sind weiterhin fatal: Viele Menschen wurden krebskrank oder werden es noch werden. Ganze Landstriche in Weissrussland, in der Ukraine oder in Japan wurden unbewohnbar. Man stelle sich ein solches Unglück in Gösgen oder Beznau vor. Grosse Teile des dicht bewohnten Schweizer Mittellandes müssten evakuiert werden, würden für Jahrzehnte unbewohnbar.

Aber nicht nur grosse Störfalle wirken sich auf die Gesundheit aus. Auch der Normalbetrieb eines Kernkraftwerks macht krank. So konnte eine internationale Studie anhand von 400 000 Beschäftigten der Atomindustrie aus 15 Ländern nachweisen, dass diese Menschen ein fünfmal höheres Ri­siko haben, an Krebs zu erkranken, als die Normalbevölkerung. Eine 2007 publizierte Untersuchung belegte, dass Kinder, die im Umkreis von 5 Kilometern um ein Atomkraftwerk leben, doppelt so häufig an Leukämie erkranken wie weiter entfernt wohnende.

Die Energiegewinnung aus Atomkraft ist ein nicht mehr zu verantwortendes Experiment mit der Gesundheit, das endlich kontrolliert beendet werden muss. Da die politisch Verantwortlichen, Bundesrat und Parlament, offenbar nicht den Mut haben, die Gesundheit der Bevölkerung vor die Interessen der Stromindustrie zu setzen, muss die Stimmbevölkerung die Atomkraftwerke endlich geordnet abschalten und damit das Risiko eines GAUS eliminieren.

Toni Moser, Arzt, BürglenToni Moser, Arzt, Bürglen

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