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Leserbrief

Trump: Ein Vergleich mit Goethes «Faust»

Zur Berichterstattung über Trump bei der Nato und in England

Präsident Trump hinterliess bei seinem Besuch bei der Nato eine recht unfreundliche Spur. Er griff die deutsche Bundeskanzlerin an und schüttete seine Abneigung auch über andere Politikerinnen und Politiker aus. Da fragt man sich, was dieser Präsident der USA eigentlich für einer sei. Mir fiel Goethes Faust ein, dem Mephisto zum ersten Mal im Studierzimmer begegnet. Faust weiss nicht, ob er einen Fliegengott, einen Verderber oder einen Lügner vor sich habe. Er möchte wissen, wer er sei. Die Antwort des Mephisto auf Fausts Frage lautet: Er sei «ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft».

Das Gute, das Trump schafft, ist die Tatsache, dass die Europäer näher zusammenrücken, dass sie auf sich selbst gestellt mehr Verantwortung übernehmen und ihrer selbst bewusster werden. Beim Angriff auf Teresa May entsteht in England der Eindruck, dass dem Land mit einem weichen Brexit besser gedient ist als mit einer Anlehnung an Trumps Amerika. Ganz allgemein bewirkt Trump, dass sich die Stimmen vermehren, die den Präsidenten nicht für vertrauenswürdig halten. Es könnte so herauskommen wie am Ende von Goethes Tragödie. Faust besinnt sich und will den Teufel los werden. Wäre doch schön, wenn das Böse das Gute schaffen würde.

Andreas Iten, Unterägeri

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