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«Die Argumente liegen auf dem Tisch», Ausgabe vom 1. Februar

Die Gemeinde Menzingen bildet mit den drei Dorfteilen Edlibach, Menzingen und Finstersee eine Gemeinschaft mit rund 4500 Einwohnern. Die Bevölkerung leistet sich eine Schule, die einen sehr guten Ruf geniesst und zur Vernetzung der zum Teil weit auseinanderliegenden Höfe, Weiler und Dorfteile beiträgt.

Nun sollen die 13 Schüler, die von der 1. bis 4. Klasse altersdurchmischt in Finstersee unterrichtet werden, in die Schule in Menzingen integriert werden. Aufgrund der niedrigen Schülerzahlen in den Klassen Menzingen kann die Integration problemlos ohne Qualitätsverlust umgesetzt werden. Einen weiteren Vorteil sehe ich darin, dass neu alle Kinder gleichberechtigt Zugang mit kurzen Wegzeiten zu den schulergänzenden und schul­nahen Angeboten wie z. B. Mittagstisch, Ufzgi-Club oder Musikunterricht haben. Heute besuchen die Kinder den Kindergarten in Menzingen und werden nach 4 Jahren in Finstersee erneut in Menzingen unterrichtet.

Mit dem Vorschlag des Gemeinderates erfahren die Kinder Kontinuität in ihrer Schulkarriere und können ihr soziales Netzwerk von Beginn weg innerhalb der gesamten Gemeinde aufbauen. Ein grosses Lernfeld tut sich auf. Ein Kind kann z. B. Selbstbewusstsein erwerben, weil es den Schulweg alleine meistert oder eigenständig Freunde findet. Das Kind erwirbt sich Selbstkompetenz und reift zu einer selbstverantwortlichen Person heran. Ich unterstütze das Konzept des Gemeinderates, den starken Schulstandort ­Menzingen kompakt zu gestalten und durch die örtliche Nähe die hohe Qualität weiter zu stärken.

Es gilt aus meiner Sicht, die Chancen zu nutzen. Erwachsene haben sowohl als Private als auch als Teil der Schule die Aufgabe, Kinder fit für die heutige Gesellschaft zu machen. Dies kann im Schulstandort Menzingen hervorragend geleistet werden. Es ist unbestritten, dass Menzingen Geld in die Schule investieren muss, und ebenso, dass nicht unbeschränkt Mittel zur Ver­fü­gung stehen. Kann die Gemeinde anstatt 1,7 Millionen Franken in eine Sanierung in Finstersee dieses Geld in weiteren Schulraum in Menzingen investieren, dann ist das Geld aus meiner Sicht gut angelegt und bedeutet ein Investment in die Zukunft unserer Kinder.

Pia Göhring Birchler, Edlibach

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