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Einbürgerung: Ein fatales Urteil für die Frauen

«Familie zu Unrecht nicht eingebürgert», «Zentralschweiz am Sonntag» vom 19. November
Thomas Lang,

Ein Ehemann mit seinen zwei Kindern wird mit der Begründung nicht eingebürgert, er habe sich zu wenig für die Behebung der sprachlichen Defizite seiner Frau eingesetzt und sei somit zu wenig integriert. Das Kantonsgericht erachtet nun diese Begründung als unzulässige «Sippenhaftung». Somit unterstützt das Gericht also veraltete, patriarchalische Gesellschaftsformen, wie sie in den Herkunftsländern der Ausländer in unserem Land zum Teil noch gang und gäbe sind.

Der Frau hilft dieser Entscheid sicherlich nicht bei einer erfolgreichen Integration. Das Kantonsgericht nimmt billigend in Kauf, dass in Zukunft keine Familiengesuche mehr eingereicht werden. Es wird, wie in diesem Fall, passieren, dass nur noch der Ehemann eingebürgert wird. Dieser ist meistens durch seine Arbeitsstelle sprachlich besser integriert. Das ist ein fatales Urteil für die Frauen und eine Bestätigung der Männerherrschaft. Es ist bekanntlich jederzeit möglich, ein neues Einbürgerungsgesuch zu stellen. Daher hätte das Kantonsgericht gut daran getan, den ablehnenden Entscheid zu stützen und damit ein Zeichen für die Integration zu setzen.

Thomas Lang, Retschwil

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