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Leserbrief

Eine Kirche, die sich immer wieder reformiert

«1100 Unterschriften für die Volkswahl der Pfarrer», Ausgabe vom 26. Juli

Der Bericht wirft Fragen auf und müsste eine differenziertere Informationen vermitteln. So wird Christian Hochuli zitiert: «Die Menschen waren Feuer und Flamme für das Referendum», und weiter: «Auch viele Katholiken wollten spontan unterschreiben». Da stelle ich mir die Frage, wie die Unterschriftensammler wohl die Leute auf der Strasse über den Inhalt und die Zielsetzung des Referendums informiert haben.

Die Referendums-Unterstützer wollen, dass die reformierten Pfarrpersonen weiterhin nach einem System angestellt werden, das ihnen aus überlieferten Erlassen zugesichert ist. Diese stammen aus der Zeit der Reformation. Das neue Personalgesetz, von der reformierten Synode des Kantons Luzern mit überwältigendem Mehr angenommen, soll zur Überarbeitung zurückgewiesen werden. Mit Verlaub, werte Referendumsunterzeichnende, wir leben im Heute, im Hier und Jetzt. Das gilt auch für die Pfarrer, die unter anderem nach heutigen Massstäben besoldet werden und die – so mein Eindruck – nach heutigen Gesellschaftsformen leben und sich der heutigen Lebensart angepasst haben.

Als seit über 15 Jahren amtender Präsident der reformierten Kirchgemeinde Emmen-Rothenburg und als Mitglied des Grossen Kirchenrates erlebte ich in den vergangenen Jahren innerhalb unserer reformierten Kirchgemeinde, aber auch innerhalb unserer reformierten Kantonalkirche viele Veränderungen, die in Erlassen und Gesetzen Eingang fanden. Veränderungen sind ein Wesenszug einer sich immer wieder erneuernden, sich reformierenden Institution. Sie sind ein Merkmal unserer reformierten Kirche, besonders auch wenn man sie mit der katholischen Kirche vergleicht.

Und noch etwas, Herr Hochuli: Ich bin froh, wenn Reformierte auch fortan nicht wegen eines Referendums in die Kirche «gespült» werden, sondern in unsere Kirche kommen, weil sie hier christlich hinterlegte Botschaften anhören oder über Bezüge zu unserem Leben und unserer Gesellschaft nachdenken wollen.

Max Siegrist, Emmenbrücke

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