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Leserbrief

Eine lange Autofahrt ins Tessin für drei Gepäckstücke

Chropfleerete

Am Mittwoch vor Ferienbeginn gab ich meine Koffer am Bahnhof Luzern auf (SBB-Angebot «Bahnhof zu Tür»). Am Samstag reiste ich mit Bahn und Postauto nach Bosco Gurin. Das Gepäck war am Samstagnachmittag noch nicht da, dafür die telefonische Mitteilung der SBB, soeben sei ein Auto mit meinem und zwei weitern Koffern von Luzern Richtung Tessin gestartet.

Am späteren Abend brachte der Luzerner Chauffeur tatsächlich meinen Koffer. Der Fahrer musste danach die beiden andern geladenen Gepäckstücke in zwei verschiedene Tessiner Täler fahren. Während ich mich bemühte, ökologisch zu reisen, organisierte die SBB für drei Gepäckstücke eine Autofahrt. (Da hätte ich ja gleich mitfahren können!) Angesichts der grotesken Situation fragte ich den Gepäckdienst der SBB an, ob es sich um eine spezielle Situation gehandelt habe, und wie mein Koffer ein nächstes Mal nach Bosco Gurin transportiert würde.

Die Antwort ist ausweichend und lässt aufhorchen. «Wir versuchen, auch beim Gepäcktransport so ökologisch wie möglich zu handeln. … Das Gepäckstück reist mit dem Zug. ... In manchen Fällen wird das Gepäck von A-Z per Strasse transportiert, um einen optimalen Kundenservice zu bieten.» Dem Schreiben entnehme ich, dass die Reise meines Koffers kein Sonderfall war, und dass die SBB ihren Gepäcktransport offensichtlich nur noch über Zug (im besten Fall) und Kurier abwickelt. Postautos, die ohnehin fahren, werden zum Gepäcktransport der SBB nicht mehr genutzt – offensichtlich eine Folge der viel gepriesenen Verselbstständigung bundeseigener Betriebe.

Fazit: Den «optimalen Kundenservice» beim Gepäcktransport der SBB werde ich ganz bestimmt nicht mehr nutzen, weil ich damit indirekt zu mehr Autoverkehr beitragen würde. Ich möchte auch nicht aus dem Zugfenster zusehen, wie ein Kurier mit meinem Koffer auf der Strasse im Stau steht!

Verena Küttel-Schürch, Luzern

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