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Eine Lesermeinung zur Energiestrategie 2050

Zur eidgenössischen Abstimmung über das neue Energiegesetz vom 21. Mai
Anna Bieri, Kantonsrätin Cvp, Hünenberg

Mit geballter Ladung werden wir zurzeit mit Behauptungen der Gegner der Energiestrategie 2050 konfrontiert. Dabei fällt auf, mit welchen volkswirtschaftlichen Horrorszenarien, Vorwürfen finanzieller Raub­züge und politischer Fehlleistungen gefochten wird.

Dass zuweilen bei Volks­abstimmungen der kühle Sachverstand auf der Strecke bleibt, ist nicht fremd und mit einer gewissen Gelassenheit zu tragen. Wie erste Abstimmungsumfragen erfreulicherweise zeigen, lassen sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger deswegen nicht allzu sehr verunsichern. Vielmehr haben sie erkannt, dass Bundesrat und Parlament zusammen mit wichtigen Teilen der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Wissenschaft die Energieversorgung auf ein neues zukunftsfähiges Fundament stellen wollen.

Das bisherige System hat in absehbarer Zeit ausgedient. Dies zeigen ungelöste Probleme und Risiken der Kernenergie, die Endlichkeit wichtiger Rohstoffe, aber auch die nachgewiesene Belastung für Klima und Umwelt.

Wer die Argumente der Gegner liest, stellt fest, dass diese allein auf der Kritik des Weges, den die Energiestrategie 2050 einschlagen will, beruhen. Welches – so darf gefragt werden – ist das Zukunftskonzept der Gegner? Wie wollen sie im Jahr 2050 40 Prozent der elektrischen Energie ersetzen, wenn die schweizerischen Kernkraftwerke am Ende ihrer Laufzeit sind? Mit neuen Kernkraftwerken, die kaum jemand will, die nie rentieren werden und deren Abfall keine Schweizer Gemeinde aufzunehmen bereit ist? Oder wollen jene Gegner, die nicht müde werden, eine hohe nationale Eigenversorgung zu fordern, in Zukunft vermehrt von Stromimporten aus Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerken abhängig werden?

Die offensichtliche Schwäche der Gegner, echte Alternativen zur Energiestrategie 2050 aufzuzeigen, gipfelt in wenig sachlichen Behauptungen, im Schüren von Ängsten und in der Verunglimpfung jener, die diese staatspolitische und gesellschaftliche Herausforderung weitsichtig und offen angehen.

Zugegeben, noch ist nicht jede Frage abschliessend beantwortet, die sich uns mit der neuen Energiepolitik stellt. Was jedoch sicher beantwortet werden kann, ist die Tatsache, dass diejenigen, die den Kopf einfach in den Sand stecken, dereinst zu spät kommen werden. Sie verschlafen fahrlässig, die Weichen für eine nachhaltige Energieversorgung für die kommenden Generationen richtigzustellen.

Anna Bieri, Kantonsrätin CVP, Hünenberg

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