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Eine Lesermeinung zur Initiative

Zur Abstimmung über die No-Billag-Initiative vom 4. März
Robert Nieth, Walchwil

Trotz dem vom Institut GfS bei der letzten Umfrage jubilierend verkündeten hohen Nein-Anteil von 65 Prozent scheint sich die Nervosität und Verlustangst am Leutschenbach nicht gelegt zu haben. Es ist beinahe erheiternd, von aussen mitanzusehen, wie die vom Gedankengut der Alt-68er durchdrungenen SRG-Eliten und ihre linken Mitläufer sich im Kampf um ihre Pfründe mit Händen und Füssen wehren – nur nicht mit dem Kopf. Sonst würden sie nämlich die ganze Sache etwas gelassener angehen und in ihrer Verzweiflung nicht so absurde, an den Haaren herbeigezogene Behauptungen aufstellen wie «die Verkehrsinfos wären gefährdet» oder die so beliebte Radiosendung «Echo der Zeit» würde gemäss «10vor10» unwiderruflich eingestellt. Jeden Tag kratzt man neue Skurrilitäten zusammen. Den Sport- und Kulturfans versucht man mit beispielloser Angstmacherei zu suggerieren, ihre Lieblingssendungen würden eingestellt. Dies ist unseriös und entspricht nicht den Tatsachen. Tatsache ist hingegen, dass die SRG-Programme von einem grossen Teil des Publikums als sehr staatshörig und politisch links ausgerichtet empfunden werden. Man kann auch verdeckt manipulieren, zum Beispiel mit der Auswahl von Sachthemen, den einzuladenden Personen in Talkshows, dem Hochspielen passender Ereignisse, dem Unterdrücken missliebiger Meldungen oder der Nichtbeachtung von Personen, die man als politische Gegner betrachtet. Schon gar nicht interessiert mich die persönliche Meinung von Arthur Honegger oder Andrea Vetsch über Trump, und der ständigen Berieselung mit scheinbar unvermeidlichen Energiewende-Weisheiten bin ich mehr als überdrüssig. Ich will nicht wie ein unmündiges Kind indoktriniert und erzogen werden, sondern bilde meine Meinung aufgrund verschiedenster Informationen selbstständig. Was mich ganz enorm stört, ist, dass immer dieselbe Partei ein Mandat auf den Posten des SRG-Generaldirektors haben muss: 1981 bis 1987 Leo Schürmann, 1987 bis 1996 Antonio Riva, 1996 bis 2010 Armin Walpen, alle CVP. Ab 2011 mussten wir ausgerechnet das Club-Helvétique-Mitglied und eifernden EU-Ideologen Roger de Weck als Generaldirektor erdulden. Das Bild von Verfilzung und Vetternwirtschaft wird abgerundet durch die Ernennung von Jean-Michel Cina (CVP) als SRG-Verwaltungsratspräsident. Wie eine 10-Prozent-Partei (vielleicht bald einmal darunter) eine derartige Machtverfilzung über Jahrzehnte durchziehen kann, ist mir ein Rätsel. Mit dem Post-Präsidenten, dem Bundeskanzler unter anderem, könnte die Geschichte noch ergänzt werden. Solchen Nepotismus habe ich bisher nur in Afrika erfahren. Die Befürworter werden es wohl schwer haben am 4. März. Aber das bescheidene Grüppchen Jungpolitiker hat seine Ziele längst erreicht. Die Auseinandersetzung um die Initiative und die Panik der Gegner erinnert mit diesem gewaltigen Hype an die EWR-Abstimmung von 1992. Der Kampf wird nach dem 4. März fortgesetzt. So kann es nicht weitergehen. Selbstverständlich werde ich diesen hoffnungsvollen und innovativen Jungpolitikern mit meiner Ja-Stimme die Ehre erweisen.

Robert Nieth, Walchwil

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