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Einem brauchbaren Projekt zum Durchbruch verhelfen

«‹Heiliges Wasser› in Erstfeld» Ausgabe vom 9. März
Werner Arnold, Bärenbodenweg 21, Erstfeld

In seinem Leserbrief verbreitet Landrat Georg Simmen anstelle von fundierten Fakten eigentlich nur wirres Zeug. Es wird auch eine haltlose Breitseite gegen Erstfeld im Allgemeinen abgeschossen und dazu wird, neben der Kraftwerk Alpbach AG, auch das von mir gegründete Aktionskomitee «Erstfeldertal, unser Wasser – unser Leben» angegriffen. Da stellt sich wohl die Frage: Will sich Herr Simmen mit dem von ihm verbreiteten Unsinn selber profilieren, oder ist er als «Ruhestörer» interessiert, dass das Kraftwerkprojekt am Alpbach an die Wand gefahren wird?

Und nun zu den Fakten. Herr Simmen, Sie haben offenbar noch nicht gemerkt, dass das von Ihnen nach wie vor bevorzugte Kraftwerkprojekt, in Anwendung der heute geltenden Gesetze, niemals bewilligt werden könnte. Die von Ihnen erwähnte KEV-Zusage ist weder im Besitz der EWA AG noch im Besitz der noch zu gründenden KW Erstfeldertal AG, sondern ausschliesslich im Eigentum der Gemeindewerke Erstfeld. Die Einwohner von Erstfeld kämpfen um den Erhalt aller Quellen und nicht nur um die von Ihnen erwähnte «Schopfenquelle», und das ist wohl das legitime Recht der Erstfelder. In einem Punkt stimmt Ihre Aussage jedoch ein wenig, denn das Projekt der KW Alpbach AG, so, wie es vorgestellt wurde, berührt tatsächlich die Schutzzone der Schopfenquelle. Dieses Projekt befindet sich jedoch – so wie auch das Projekt der EWA AG – noch in der Entwicklungsphase. Deshalb kann man annehmen, dass dieser Mangel auch noch behoben wird. Dazu muss man aber auch wissen, dass die Baustellenerschliessung beim EWA-Projekt genau durch diese Schutzzone geplant ist.

Ich bin der Meinung, dass Sie nicht wissen, was da im Urner Landrat überhaupt verhandelt wurde. Dem Antrag des Regierungsrats lag nämlich eine Vergleichsstudie, verfasst von einer renommierten Ingenieurunternehmung, zu Grunde. Mit dieser Studie wird das Projekt «Alpbach Süd» mit den von der Baudirektion favorisierten EWA-Projekten verglichen. Dabei kommt man zum Schluss, dass das Projekt der KW Alpbach AG wirtschaftlicher, kostengünstiger und somit auch gut machbar ist. Der Punkt, dass da eine Schutzzone berührt wird, wird mit keinem Wort erwähnt. Und von einem Konkurrenzprojekt der EWA AG war bei diesen Verhandlungen auch nie die Rede.

Jetzt ist aber sehr interessant zu wissen, dass das EWA-Projekt genau von der Unternehmung geplant wird, die zuvor die oben erwähnte «neutrale» Studie erstellen durfte. Erwähnen muss man auch, dass dieses EWA-Projekt auch seine Schwachstellen hat. Denn mit der geplanten Wasserfassung im Hellberg und der Zuleitung zum Stollen würde eine private Trinkwasserquelle zerstört. Der Stolleneingang ist nur mit einem Einschnitt in eine instabile Hangrutschzone realisierbar. Ein solcher Eingriff ist mit grossen Risiken verbunden (siehe Strassenprojekt Spiss–Bittleten in Bürglen). Sollten Teile dieses Hanges ins Rutschen geraten, können mehrere Trinkwasserquellen unserer Wasserversorgung beschädigt oder sogar zerstört werden. Auch die grossen Gefahren, die mit so einem Ereignis für den westlichen Teil von Erstfeld entstehen könnten, dürfen nicht einfach auf die leichte Schulter genommen werden. Ein Einschnitt in diesen Schutthang bedeutet auch für die Bauarbeiter, die in diesem Bereich tätig sind, eine intensive Gefährdung an Leib und Leben. Der geplante Stollen (Sprengvortrieb) liegt annähernd unter der Wasserfassung der Helltalquelle. Damit wird diese Quelle ernsthaft bedroht. Die Gemeinde Silenen hat erfahren, was ein Stollenausbruch unter Trinkwasserquellen verursachen kann.

Ich glaube, dass es jetzt unsere grosse Aufgabe ist, an der geplanten Abstimmung in Erstfeld einem brauchbaren Projekt zum Durchbruch zu verhelfen. Dazu sind jedoch weder wenig wissende Landräte noch sonst irgendwelche «Brandstifter», egal, von wem sie angeheuert werden, von grossem Nutzen.

Werner Arnold, Bärenbodenweg 21, Erstfeld

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