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Leserbrief

Einheimische sind Passagiere zweiter Klasse

«Am Vorabend sind Sitzplätze Mangelware», Ausgabe vom 11. August

Endlich wird dieses Problem thematisiert. Viele Passagiere, die entlang der Linie Luzern-Interlaken wohnen und den Zug regelmässig benützen, schlagen sich damit herum. Was uns seit einigen Jahren zugemutet wird, strapaziert Geduld und Nerven, weil freie Sitzplätze oft rar sind. Es ist ärgerlich, wie wir durch den Touristenstrom aus Asien zu Passagieren zweiter Klasse degradiert werden. Und das betrifft nicht nur den frühen Abend. Nicht selten kommt es auch zu anderen Zeiten vor, dass es kaum mehr freie Sitzplätze gibt. Im Bahnhof Luzern beispielsweise sind Anwohner gezwungen, einen Platz in den vordersten Waggons (in Fahrtrichtung) zu suchen. Das ist vor allem dann ein Stress, wenn jemand zum Beispiel von Gleis 4 hinüberwechseln muss zu Gleis 12. Wo es freie Plätze hat, sind diese nicht selten mit Gepäck von Touristen beladen.

Die aufwendige Tourismuswerbung, die in Asien mit Blick auf die Steuereinnahmen für die Stadt Luzern gemacht wird, hat auch eine Kehrseite: Den Einheimischen wird viel Raum genommen, unter anderem am Schwanenplatz, bei der Zentralbahn und auf der Rigi. Die Grenze des Erträglichen ist längst überschritten. Nur wenn der Touristenstrom in vernünftige Bahnen gelenkt wird, kann das zu einer Entspannung führen. Das erfordert von den Verantwortlichen der Touristikorganisationen, der Wirtschaft und der Politik ein Umdenken, in dem das ganze Umfeld einbezogen ist.

Marcel Peterhans, Giswil

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