Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Emmen: Fluglärm, Unfallrisiken und der Auftrag der Luftwaffe

«Flugplatz Emmen: Bundesrat überrumpelt Region», Ausgabe vom 17. Februar
Roger Brändlin, Emmenbrücke

Beim Lesen dieses Beitrags musste ich herzlich lachen. Das Wort «überrumpeln» meint normalerweise eine Über­raschung. Da hat es tatsächlich Leute gegeben, die dem verlogenen Versprechen des VBS geglaubt haben, nach der Schliessung des Flugplatzes Sion für das Militär gebe es in Emmen keine zusätzlichen Flugbewegungen. Dem Schutzverband, der die zusätzlichen Flüge voraussah, wurde zynisch entgegnet, das sei eine Milch­büechli-Rechnung. Nun ist mir das Lachen eingefroren: 3000 zusätzliche Düsenflüge pro Jahr, eine Verdopplung (!) gegenüber heute, kündigt der Bundesrat nun an. Ein grosses «Dankeschön» nach Bern. Die dicht besiedelte Agglomeration Luzern mit weit über 200000 Personen ist machtlos. Einmal mehr zeigt sich, dass das Militär ausserhalb der demokratischen Spielregeln steht.

Roger Brändlin, Emmenbrücke

Wahrheit oder Lüge? Ist es eine neue (Kriegs-)Strategie, das Volk an der Nase herumzuführen? Gibt es nun mehr oder weniger Flugbewegungen? Fast stündlich ändern die Medienmitteilungen. Dabei betreffen sie nicht nur Emmen, sondern eine ganze Touristenregion in alle Himmelsrichtungen. Wären die Flugbewegungen mehr Fahrzeugbewegungen auf der Strasse, würden schon jede Menge Verbände, Umweltschützer und Politiker dagegen Amok laufen! Dass eine Luftfahrt­wirtschaft in Emmen stationiert ist, wissen alle, und das braucht es auch. Dass man aber mit solchen Informationen das Volk verärgert, ist ebenfalls klar. Und dass sich eine Kampfjet-­Beschaffung bei einer allfälligen Volksabstimmung wieder in der Luft auflöst, ist bei dieser Strategie auch verständlich! Eine klare und eindeutige Infor­mation seitens des Bundes wäre von grossem Vorteil.

Viktor Rotthoff, Rothenburg

«Sachplan Militär», «Stationierungskonzept der Armee», «Flugbewegungen», «Patrouille Suisse über Luzern» sind Themen, mit welchen verschiedenste Institutionen wieder als Wölfe im Schafspelz auftreten. Es geht ihnen nämlich nur um eines: mittels Salamitaktik die Armee, die Luftwaffe noch mehr zu schwächen respektive bald einmal abzuschaffen. Studieren wir doch dazu einmal die verschiedenen Programme der entsprechenden Parteien. Ein wichtiger Punkt wird dabei immer wieder ausgeblendet, der – von der Politik definierte – Auftrag unserer Luftwaffe: die dauernde Grund- und Einsatzbereitschaft der unterstellten Formationen sicherstellen; die militärischen Einsätze im Luftraum leisten; die Lufthoheit (Luftpolizeidienst, Luftvertei­digung) wahren, den Lufttransport und die Informations­beschaffung ermöglichen. Sicherheit am Boden beginnt für alle in der Luft, diese Sicherheit ist nicht gratis und – im Fall der Luftwaffe – halt mit Lärm verbunden.

Mit diesem «Lärm» sind im Kanton Luzern aber auch sehr viele Arbeitsplätze verknüpft. Den Fünfer und das Weggli (Arbeitsplätze ja, Lärm nein) gibt es dabei nicht. Sollte diese Standortsicherheit einmal nicht mehr da sein, wird es für verschiedene Firmen ein Leichtes sein, wegzuziehen. Die Erfüllung aller genannten Aufgaben setzt – selbstredend – Einsätze, Training und Schulung von Piloten voraus, oder anders: Ohne reales Fliegen können diese Aufträge nicht erfüllt werden. Kommt hinzu, dass bis 2020 (Entscheid der Politik) der Luftpolizeidienst für 24 Stunden aufgebaut wird – 365 Tage. Auch die Patrouille Suisse ist Teil dieses Auftrages, sie soll die Leistungsfähigkeit unserer Luftwaffe zeigen und soll für Sphair, die Pilotenausbildung, werben. Zu Flügen über dicht besiedeltem Gebiet: Die Luftwaffe und damit auch die Patrouille Suisse hält ihre Mindestabstände und -höhen jederzeit ein. Alle ausserordentlichen Einsätze und Vorführungen werden via Medien kommuniziert, zum Beispiel jene für die Ski-WM in St. Moritz! Alle Routen führen dabei über besiedelte Gebiete und beeinträchtigen die Bewohner, ob in den Anliegergemeinden oder der Stadt Luzern. Flache, un­besiedelte Gebiete hat es keine mehr in der Schweiz.

Paul Jäger, Präsident Sicherheits­politisches Forum Zentralschweiz, Ehrenpräsident Avia Flieger Luzern, Emmenbrücke

Zuerst werden 3000 Flüge für Emmen mehr verkündet. Einfach so! Sind wir im Krieg? Und dann St. Moritz! Trotz Briefing fliegen diese Piloten so tief, dass die Zuschauer ihre Skimützen und Toupets festhalten müssen. So ein Verhalten seitens der Luftwaffe und des VBS ist nur möglich, weil die kantonalen Exekutiven und Gemeindeparlamente diesen Eseleien seit Jahren kraftlos entgegentreten. Diese immer wieder auftretenden Aussetzer sind natürlich keine Werbung für die Schweiz, und der un­beteiligte Bürger will das Risiko gar nicht mittragen! Warum soll man sich auch als Zivilist freiwillig und ungefragt solchen Risiken aussetzen? Unfassbar …! Wieder einmal war Glück im Spiel: mit viel Dusel keine Toten! Leichtsinnig und unentschuldbar das Verhalten dieser Helden der Lüfte! Luftverschmutzung und das Unfallrisiko sind über unseren Wohnsiedlungen nicht länger tragbar! Gut zu wissen: Nebst Katastrophenbedrohung ist allein schon die Haftpflichtfrage bei diesen Air-Rodeos völlig ungenügend und diffus! Es müssen nun Konsequenzen folgen – die Beschaffung von neuen Kampfbombern muss man wohl in den Kamin schreiben. Stop Fluglärm!

Mac Wijnands, Forum Emmen, Emmenbrücke

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.