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Emmen: Seit Jahren wird wild drauflos gebaut, und doch profitiert die Gemeinde nicht

«Emmen: Steuern sollen stark steigen» Ausgabe vom 16. November
Max Bürkli, Emmen

Seit Jahren wird uns weisgemacht, dass mit dem Aufbau von neuen Industrien die Steuerkraft der Gemeinde steigen wird und dass folgerichtig die Steuern sinken werden. Da scheint nun etwas schiefgelaufen zu sein. Seit Jahren wird ja ganz wild drauflos gebaut. Es entstehen Industriebauten für neue Investoren, die mit zugewanderten Ausländern Produkte herstellen, die dann ins Ausland verkauft werden. Dazu Wohnüberbauungen für die dazu benötigten ausländischen Arbeitskräfte. Das bringt natürlich grosse Gewinne, aber für wen? Na ja, einmal für die Landverkäufer, die Bauindus­trie und das Gewerbe, die mit ausländischen Arbeitskräften diese Wohn- und Industrieüberbauungen erstellen. Dann für die Industriebosse, welche diese Anlagen betreiben! Auch ein wenig Geld kommt der Gemeinde zugute! Aber anscheinend reicht dieses nicht für die steigenden Ausgaben, welches für den Ausbau der Infrastruktur benötigt wird!

Aber welche Vorteile und Nachteile bleiben denn dem Normalbürger? Der darf vor allem die Nachteile dieser Entwicklung geniessen. Er bezahlt die Kosten für die Infrastruktur, die dadurch nötigen zusätzlichen Strassen, Autobahnen und den Ausbau der SBB! Dafür geniesst er schon heute die masslos verstopften Strassen, die überfüllten Züge und die zerstörte Umwelt. Man kann sich da fragen, ob der Götze Geld mit einem Turmbau von Babel den Himmel zu erreichen versucht?

Max Bürkli, Emmen

Martin Birrer, Parteichef der FDP Emmen, betont im Artikel, wie dringend nötig das Geld des Verkaufs der Herdschwand nun für die Gemeinde ist. Er blendet dabei völlig aus, dass das Grundstück deutlich unter dem aktuellen Marktwert von mindestens 25 Millionen Franken, nämlich für 16,5 Millionen, verscherbelt werden soll. Dabei ist der Restwert der Gebäude nicht einmal eingerechnet. Aber eine Million Franken mehr oder weniger spielt ja keine Rolle, wie Franz Räber, Einwohnerrat und Kantonsrat der FDP, anlässlich der Einwohnerratssitzung vom 19. September 2017 vorbrachte. Wenn die FDP-Parteispitze und andere Verkaufsbefürworter nun den Verkauf der Herdschwand im Zusammenhang mit der Steuererhöhung als vordringlich für die Sanierung der Emmer Finanzen anführen, denken sie kurzfristig. Die laufende Rechnung, welche für die Steuererhöhung massgeblich ist, wird durch den Verkauf sogar negativ beeinflusst. Einbussen beim Finanzausgleich und Kosten für die Folgen des Wachstums fressen den vermeintlichen Gewinn mehr als weg. Wertvolles Gemeindeland in öffentlicher Hand ist Substanz und Eigenkapital. Land ist auch inflationsresistent und sichert damit die zukünftige Entwicklung der Gemeinde.

Rolf Stähli, Emmen, Präsident Komitee «Herdschwand erhalten – zum Nutzen aller»

Seit Jahren versucht der Gemeinderat, mit kurzsichtigen Landverkäufen seine Budgets ins Lot zu bringen. Auch die Strategie, möglichst viel Wohnraum zu schaffen und damit mehr Steuereinnahmen in die Kasse zu bekommen, wird von gewissen Parteien immer wieder hoch gepriesen. Eigentlich müsste der Gemeinderat langsam wissen, dass ein so schnelles Bevölkerungswachstum nicht nur Steuereinnahmen, sondern auch ganz viele zusätzliche Ausgaben für eine Gemeinde bedeuten. Es kann nicht sein, dass Investoren grosse Gewinne machen und der Steuerzahler am Schluss die Rechnung bezahlt! Wir brauchen keine weitere Grossüberbauung mehr, wie sie auf der Herdschwand geplant ist!

Denise Steffen Blum und Mark Blum, Emmenbrücke

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