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Er würde alles überragen

«Klostergarten-Neubau landet vor Gericht», Ausgabe vom 12. Februar

Jetzt hört man es wieder, das unsägliche Gejammer der Baukommission des Projektes «Wohnen im Klostergarten». Durch die Verzögerungen des Neubaus im Garten des Klosters Wesemlin würden die Mietzinse wahrscheinlich steigen, da mit höheren Hypothekarzinsen zu rechnen sei, heisst es. Dass aber dieser überdimensionierte Holzklotz alles in den Schatten stellt, das können viele Wesemlianer nicht verstehen. Zwar meint Urs L. Steger, Präsident der Baukommission: «Der Stadt Luzern und dem aufgeschlossenen sowie lebendigen Wesemlin-Quartier würde ein Neubau, der dem zeitgemässen architektonischen Trend mehrgeschossiger Holzbauten folgt, sicher gut anstehen!» Ich empfinde diese Schmeicheleien als blanken Hohn, denn dieser Bau mit seinen sechs Stockwerken bringt nur Unruhe in unser Quartier, welches fast ausschliesslich aus dreigeschossigen Häusern besteht. Mit Visualisierungen, die nie den eigentlichen Klosterkomplex abbilden, sondern stets nur die kleinen, alten Ökonomiegebäude, wird der Bevölkerung suggeriert, dass es sich bloss um einen marginalen Eingriff in das denkmalgeschützte Klosterareal handle. Zudem werden die alten Holzunterstände, welche heute eigentlich keinem grossen Zweck mehr dienen, fast gleich hoch dargestellt wie der Neubau selbst. Dies stimmt jedoch überhaupt nicht – er ist mindestens doppelt so hoch! Über die Aussage, dass die wenigen und sehr alten Kapuziner nicht mehr im Stande sind, ihre Anlage zu bewirtschaften, kann ich nur den Kopf schütteln. Die Kapuziner sind ein Bettelorden – da könnten auch 200 Brüder den Unterhalt nicht finanzieren. Viel eher müssten sich der Denkmalschutz und staatliche Institutionen stärker engagieren und sich für den Erhalt dieser einmaligen Anlage einsetzen! Diese verschliessen jedoch ihre Augen, obwohl bekannt ist, dass ein Teil der alten Klostermauer zu Gunsten einer Einfahrt in die Tiefgarage abgebrochen werden muss. Vielleicht könnten sich ja sogar einige Quartierbewohner mit einem Neubau abfinden, wenn er in das kleine Wäldchen am südwestlichen Ende des Klostergartens versetzt würde. Dies scheint jedoch die Behörden nicht zu interessieren. Ich wünsche den diversen Einsprechern viel Durchhaltevermögen und Glück, damit das unmögliche Vorhaben (noch lange) nicht realisiert werden kann!

Walter Portmann, Wesemlin, Luzern

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