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Leserbrief

Erbschaftssteuern sind urliberale Steuern

Zur Abstimmung über die Abschaffung der Erbschaftssteuer in Adligenswil am 23. September

In Adligenswil soll die Erbschaftssteuer für Nachkommen abgeschafft werden. Die Einkünfte daraus betrugen in den letzten Jahren bis zu 68000 Franken. Auch in Adligenswil wurde in den letzten Jahren an allen Ecken und Enden gespart und gekürzt. In den nächsten Jahren stehen grosse Investitionen zum Beispiel in die Schulinfrastruktur an. Da liegt die Abschaffung vollkommen quer in der Landschaft. Mit allen möglichen Argumenten wird eine vermeintliche Ungerechtigkeit dieser Steuer herbeigeredet. Es wird Angst geschürt, dass bei Beibehalt Unmengen an Steuersubstrat aus der Gemeinde abwandern könnte. Bei Abschaffung erhofft man sich hingegen den Zuzug allerlei guter Steuerzahler.

Fakt ist, dass die Steuer nur 1 Prozent bis maximal 2 Prozent beträgt. Und dies erst ab einem Freibetrag von 100000 Franken. Bei einer Erbschaft von 500000 Franken fallen somit 4000 bis maximal 8000 Franken an. Wie dramatisch soll dies für Erben sein? Rund die Hälfte aller Luzerner Gemeinden kennen eine solche Steuer, selbst Meggen hat sie und scheint kein Problem damit zu haben. Erbschaftssteuern sind eine höchst gerecht und urliberal. Selbst der ehemalige FDP-Bundesrat Kaspar Villiger hat gesagt: «Erbschaften fallen an, ohne dass man dafür etwas geleistet hat. Es ist deshalb naheliegend, dass diese ab einer gewissen Höhe besteuert werden.»

Jörg Meyer, Kantonsrat SP, Adligenswil

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