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Erst überlegen, ob Zeitpunkt richtig ist

Zum Artikel «Auslegeordnung zur Einheitsgemeinde», Ausgabe vom 29. April

Ob Einheitsgemeinde oder getrennte Körperschaften – unbestritten, beides geht. Dies wurde auch an der Podiumsdiskussion vom 27. April in der Aula Oberdorf klar. Doch wer genau hinhörte, vernahm weit mehr, als der Artikel darüber wiedergab. Die Erfahrungen der Vertreter aus Nidwaldner Einheitsgemeinden sind differenzierter. Es lohnt sich, über die klaren Aussagen von Podiumsteilnehmer Alfonso Ventrone, Gemeindevizepräsident Hergiswil, nachzudenken: «Die Zusammenlegung kam für Hergiswil nur in Frage, wenn sich beide Räte einige sind. Wenn die Einheitsgemeinde nur von einer Seite angestrebt wird, dann klappt es nicht.» Weiter: «Falls die Zusammenlegung aus einem Vorfall motiviert ist und nicht, weil ein echter Bedarf an einer Verbesserung der Strukturen von beiden Seiten erkannt wird, dann ist Scheitern wahrscheinlich.»

Sparen darf nicht Motiv sein

Oder auch: «Zusammenlegen lohnt sich nur, wenn die Qualität verbessert wird, sonst bringt es nichts.» Weiter riet Finanzvorsteher Ventrone: «Wenn ihr sparen wollt, dann müsst ihr es nicht machen.» Von mehreren Podiumsteilnehmenden wurde der Faktor Zeit betont. «Lasst euch Zeit. Überstürzen bringt nichts. Eine Zusammenlegung muss langsam vor sich gehen, sie dauert drei bis vier Jahre.»

Piero Indelicato, Gesamtschulleiter Buochs: «Zentral ist, dass alle am gleichen Strick ziehen, sonst wird es nichts.» Interessant ist, dass er seit der Zusammenlegung die Schule «verkaufen» muss. Er muss lobbyieren, für die Anliegen der Schule im Gemeinderat werben. Wenn eine Behörde dafür ist und die andere dagegen, besteht die Gefahr von «Krieg», das bedrohliche Wort fiel am Podium.

Astrid von Büren sprach aus ihrer Erfahrung in Stans und riet zu einer «Verlobung», bevor die Hochzeit geplant wird. Heiraten ist später auch noch möglich. Nach dem Motto der Schule Oberdorf: «Sich wohl fiilä – zämä schaffä!» sollten wir die beiden Räte erst einmal «zämä schaffä» lassen und uns zweimal überlegen, ob der Zeitpunkt, die Vorzeichen (Schulrat dagegen, Gemeinderat dafür) für eine Zusammenlegung jetzt gegeben sind. Wir haben die Chance, aus den Erfahrungen unserer Nachbargemeinden zu lernen. Tun wir es und lassen uns nicht auf eine Kampfsituation ein.

Doris Hellmüller, Oberdorf

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