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Es braucht diese Personenüberführung jetzt

Zur Abstimmung in Risch vom kommenden Sonntag
Martin Kolb, Rotkreuz

Täglich spielen sich zu den Stosszeiten am Bahnhof Rotkreuz die gleichen Szenen ab: Sobald die Züge dort angehalten haben, strömen grosse Menschenmassen so schnell es nur geht vom Perron in die Unterführung, um an ihren Arbeitsort in der Suurstoffi oder ins Roche-Areal zu gelangen. Wehe dem, der zur gleichen Zeit beabsichtigt, die Unterführung zu benutzen, um auf die andere Seite zu gelangen. Dies ist schon fast ein hoffnungsloses Unterfangen, und vor allem Kinder, ältere Menschen oder Frauen mit Kinderwagen dürften es ab und zu mit der Angst zu tun bekommen.

Doch jetzt ist Abhilfe in Sicht. Mit der geplanten Personenüberführung Ost könnten alle, die ins Suurstoffi-Areal müssen, schneller dorthin gelangen, und die Hauptunterführung würde massiv entlastet. Die Kosten scheinen mit gut 10 Millionen Franken auf den ersten Blick hoch. Doch der Agglomerationsfonds des Bundes hat an die Gesamtinvestition einen Beitrag in der Höhe von 35 Prozent verbindlich zugesichert. Zudem hat sich die Firma Zug Estates verpflichtet, einen Beitrag in der Höhe von 2 Millionen Franken beizusteuern. Natürlich fliessen diese Beträge nur dann, wenn das Projekt realisiert wird. Die Nettobelastung der Gemeinde liegt somit nach Abzug der Beiträge noch bei rund 4,5 Millionen Franken und beträgt also weniger als die Hälfte der Gesamtinvestition.

Vereinzelte Stimmen fordern, diese Personenüberführung zu überdachen und das Projekt deshalb abzulehnen. Da kann man nur ungläubig den Kopf schütteln, denn das würde gravierende Konsequenzen nach sich ziehen. Die Planungskosten von über 500000 Franken würden «versenkt», und ein neues Ausschreibeverfahren würde nochmals Kosten von einer halben Million nach sich ziehen. Und das alles völlig unnötig – denn es braucht keine Überdachung für diese Personenüberführung. Der Nutzen für die Pendler wäre marginal, denn es gibt nur wenige Tage im Jahr mit starkem Regen oder Schneefall. Zudem kämen die Pendler vom Regen kurz ins Trockene, um danach ihren Weg im Regen fortzusetzen. Eine Überführung mit einer Bedachung würde zudem mehrere Millionen Franken Mehrkosten verursachen, und die Unterhaltskosten wären deutlich höher als bei der heutigen Variante. Wieso sollen unnötig Millionen von Steuergeldern verschleudert werden? Die jetzige Variante besticht zudem durch ihre schmale Optik. Eine Überdachung würde das Projekt unnötig wuchtig machen und nicht ins Ortsbild passen.

Sollte die Überführung bis im Sommer 2019 nicht wie geplant realisiert werden können, kommt dann ein weiteres Problem hinzu. Das Bundesgericht wird voraussichtlich im ersten Semester 2018 das Urteil betreffend Ausbau Zugersee-Ost fällen. Falls dieses Urteil zu Gunsten der SBB ausfällt, wird der Ausbau möglicherweise ab Herbst 2019 gestartet und somit der gesamte Nord-Südverkehr Zug–Walchwil–Arth-Goldau während 18 Monaten über Rotkreuz geführt. Während dieses Zeitraums kann gemäss SBB keine Überführung über den Gleisen realisiert werden. Wir würden also das unhaltbare Gedränge in der Hauptunterführung nochmals bis 2021 hinnehmen müssen. Auf dieses für unsere Gemeinde nachteilige Experiment zu Lasten der Rischer Steuerpflichtigen können wir verzichten. Die zur Abstimmung vorliegende Personenüberführung ist zweckmässig, innerhalb vernünftiger Kosten realisierbar, absolut notwendig und verdient ein klares Ja.

Martin Kolb, Rotkreuz

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