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«Es braucht einen akzeptablen Kompromiss»

Zur Nutzung des Alpbachs
Lukas Wyrsch-Arnold, Attinghausen

Heute Mittwoch, 19. April, wird im Landrat voraussichtlich über die zukünftige Nutzung des Alpbachs diskutiert. Welche Fragen sind noch offen? In den letzten Jahren wurde immer wieder das grosse Projekt als das einzig mögliche gemäss Snee ins Feld geführt. Es gibt aber Fakten, die von Gesetzes wegen ein solches Projekt gar nicht erlauben. Ich finde es befremdend, dass man versucht, mit unmöglichen Fakten das Gesetz zu umgehen. Es steht auch uns im Kanton Uri nicht zu, Gesetze zu umgehen.

Im Gewässerschutzgesetz ist unmissverständlich festgehalten, dass man kein Wasserkraftwerk bauen kann, wenn es öffentliche, private und sogar noch ungenutzte Trinkwasserquellen in qualitativer und quantitativer Sicht tangiert. Dieser Fakt ist bei sämtlichen Stellungnahmen des Bundesamtes für Umwelt zu den eingegebenen Kraftwerkprojekten schriftlich festgehalten. Nach allen bisherigen Studien und Untersuchungen würde ein Wasserkraftwerk ab dem Bodenberg die Trinkwasserquellen mindestens in den Schüttungsmengen beeinträchtigen. Wegen dieser Unsicherheit haben die Erstfelder die Quellen am 8. März 2015 mit 95 Prozent Ja-Stimmen unter Schutz gestellt. Das bedeutet, dass Erstfeld nie zu einem Kraftwerk Ja sagt, wenn es die Trinkwasserquellen beeinträchtigt. Es geht also nicht um die Frage, wie viel man für die Versorgung mit Trinkwasser braucht, sondern um den gesetzlich geltenden Trinkwasserschutz.

Für mich ist also klar, dass dieses Gesetz unser wichtigstes Gut, das Trinkwasser, schützt. Was sind die Gründe, dass die Regierung diese Sachlage anders bewertet? Jeder, der eine Trinkwasserquelle hat, weiss um deren Wichtigkeit. Beim Kanton liegt ein Konzessions­gesuch für ein Kraftwerk auf dem Tisch, das die Quellen nicht tangiert und in kürzester Zeit gebaut werden könnte. Das Kraftwerk würde die Stufe von der Schopfen bis zum Taubach nutzen. Für dieses Projekt würde Erstfeld vermutlich eher Hand bieten, weil es die geschützten Quellen nicht tangiert. Ebenfalls ist dieses Projekt auch bezüglich Umweltauflagen wie Landschaftsschutz, Restwasser et cetera um einiges weniger kritisch. Das bedeutet, dass man beim KW Alpbach einen akzeptablen Kompromiss machen könnte, von dem alle profitieren. Wir hätten bald Konzessionseinnahmen in der Kantonskasse, die Gemeinde hätte Steuereinnahmen und die Urner Wirtschaft Aufträge. Der Regierungsrat und der Landrat haben irgendwann also die Wahl, ob man lieber den Spatz in der Hand hat oder die Taube auf dem Dach verweilen lässt.

Lukas Wyrsch-Arnold, Attinghausen

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