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Leserbrief

Es braucht Produkte, die dem Wohl der Menschen dienen

«Zwist um Pilatus-Verträge mit Saudi-Arabien», Ausgabe vom 29. Oktober

Oscar Schwenk, heute Verwaltungsratspräsident von Pilatus Aircraft, sagte bei einem Podiumsgespräch 2015, das Geheimnis seines Erfolges sei es, nicht nur den General persönlich zu kennen, sondern auch den Hauptmann.

Mit welchen Gefühlen mögen er und seine Kaderleute den Vertragspartnern aus Saudi-Arabien wohl begegnen, wenn sie Geschäfte im Zusammenhang mit dem Militärtrainer PC-21 tätigen? Jene Militärs und Entscheidungsträger bis zur obersten Spitze im saudischen Königshaus, an deren Händen nachweislich das Blut vieler Menschen klebt. Personen, die sich keinen Deut um Menschenrechte scheren und im Nahen Osten für Kriege mit Tausenden Toten, Versehrten und totaler Zerstörung verantwortlich zeichnen. Personen, die Morde befehlen und Andersdenkende einkerkern lassen, wenn deren Kritiken ihnen missfallen.

Oscar Schwenk und seine Leute sitzen mit diesen Personen an einem Tisch. Kann man sich darob noch freuen, oder muss man sich ein Gewissen machen über einen milliardenschweren Vertragsabschluss für die PC-21-Lieferungen und erweiterten jahrelangen Support? Ist man etwa gar der Meinung, man tue etwas Gutes, indem man mithilft, die saudischen Kampfpiloten auszubilden, indem man ihnen das entsprechende Material und Know-how liefert? Oder blendet man das schlichtweg aus, Hauptsache man macht gute Geschäfte und sichert Rendite – und Arbeitsplätze?

Schwenk selber möchte unter keinen Umständen restriktive Bestimmungen für den Export «seiner» Militärtrainer, sondern überallhin liefern können. Seine politischen Follower von FDP, CVP und SVP unterstützen ihn dabei vehement. Das Know-how und die Kapazitäten von Pilatus-Aircraft könnten doch in Produkte investiert werden, die dem Wohle der Menschheit dienen, Stichworte Energie, Umwelt.

Herr Schwenk hat in seiner Karriere schon oft Weitsicht und Innovationskraft bewiesen. Sollte er nicht die PC-21 Arbeitsplätze riskieren und etwas anderes erschaffen?

Geri Mehner, Stansstad

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