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Es geht auch um die Reputation

«Er opfert viel für seine Vision» und «Plan B oder Luftschloss», Ausgaben vom 10. und 12. Januar

Dass mit der Zerschlagung der SRG die Demokratie in der Schweiz leiden würde, ist eine allzu allgemein formulierte Befürchtung. Es geht um viel mehr als um ein Informationsdefizit und das Ende der Meinungsbildung. Es geht, wie bei der Swissair, um die Staatsräson und die Reputation der Schweiz. Kein anderes Land hat die Viersprachigkeit seiner Landesteile konstitutiv festgeschrieben und zur Garantie der Gleichberechtigung aller Bürgerinnen und Bürger der vier Kulturen erklärt. Diese rechtliche Grundlage bildete das Fundament der geistigen Landesverteidigung, die Philipp Etter zur Mobilisierung gegen die Barbarei in den Nachbarländern eingeführt hat und die das nationale Selbstverständnis nach wie vor bestimmt. Damit steht die Schweiz auf einer Höhe mit der englischen BBC, die den Widerstand gegen den Faschismus erfolgreich und matchentscheidend unterstützt hat. Mit den unabhängigen Bulletins eines Rudolf von Salis haben die Schweizer Medien die einzigartige Rolle der Schweiz innerhalb Europas für alle Zeiten etabliert. Dass diese öffentlich-rechtliche Aufgabe der SRG nicht durch ein paar lausige «Leistungsaufträge» und einige CH-Programmfenster im deutschen Kommerzfernsehen von Pietro Supinos Werbekuchen-Allianz’ Gnaden ersetzt werden kann (erinnert das nicht an die Swiss?), sollte vielleicht nicht einigen neoliberalen Jungspunden, wohl aber einem alten Hasen wie Andreas Kleeb einigermassen klar sein. Michael Elsener und sämtlichen Kulturtätern jedenfalls schon.

Adrian Hürlimann, Zug

Wer diesen Artikel genau durchliest, wird schnell einmal feststellen, dass es sich hier um keinen serösen Plan B und nicht einmal um ein Luftschloss handelt, sondern ganz einfach um eine perfide Fata Morgana, bekannt als Lufttäuschung in der Wüste. Statt einer Oase finden die dort auf Wasser Hoffenden schlussendlich rein gar nichts vor.

Die gleiche Enttäuschung werden jene erleben, welche mit ihrem Ja zur No-Billag-Initiative auf deren Initianten, angeführt vom Gewerbeverband, auf ihre grandiosen Täuschungen nach der Abstimmung vom 4. März hereingefallen sind. Denn: Erstens werden sie für ein kleines Paket von Informationssendungen separat bezahlen müssen. Zweitens würde SRF zwei mit seinen zahlreichen Spielfilmen (teils sogar in Erstausstrahlung) und vor allem seinem vorzüglichen Angebot an Sportübertragungen vollkommen wegfallen. Und drittens – und das ist nun einfach der Gipfel der Irreführung! – ist, natürlich absichtlich, kaum von den zahlreichen SRG-Radioprogrammen die Rede, welche als Folge dieses Kahlschlags samt und sonders verstummen würden.

Wie sagt doch so treffend der Volksmund: «Nur die allergrössten Kälber wählen sich den Metzger selber.»

Urs Diethelm, Zug

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