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Es geht um den Schutz der Einwohner, aber auch um kulturelles Erbe

«Beromünster: Umfahrung muss vors Volk», Ausgabe vom 14. Februar
André Zihlmann, Beromünster

Für Beromünster sind die Chancen noch nie so gut gewesen wie gerade jetzt, die Flecken-Umfahrungsstrasse nach jahrzehntelangem Warten zu bekommen. Gut Ding muss Weile haben! Viele Vorprojekte und Ideen sind durch die Gemeinderäte und durch die kantonalen Stellen ausgearbeitet worden. Und nun liegt ein Gesamtprojekt auf dem Tisch, das überzeugt. Es gibt viele Gründe für diese Umfahrung. Für mich zählt das jahrtau­sendealte Kulturerbe, das es zu schützen und zu erhalten gilt. Wegen des Verkehrs und der damit verbundenen Immissionen leidet der Flecken arg und sichtbar. Vor 250 Jahren, im Jahre 1764, ereignete sich in Beromünster der Fleckenbrand. Das ganze Dorf brannte nieder. Die Menschen legten damals den Grundstein für den Flecken, genau so, wie wir ihn heute kennen und zu dem wir Sorge tragen wollen. Der Flecken, die Stiftskirche und der ganze Stiftsbezirk stehen unter nationalem Denkmalschutz und wurden teilweise bereits mit öffentlichen Geldern renoviert. Heute erstrahlt vieles in neuem Glanz. Es zu erhalten, ist und bleibt Verpflichtung für die Zukunft! Es kann doch nicht sein, dass laufend Geld in die Sanierung der Häuser gesteckt wird, und daneben schaut man der Zerstörung der Bausubstanzen durch den Verkehr tatenlos zu! Es spricht für die kluge Planung des Kantons, dass er anstelle von zwei kleineren, getrennten Umfahrungen gerade das Gesamtprojekt (Ost- und Westumfahrung) zur Realisierung vorschlägt. Nur so ist eine hundertprozentige Wirkung möglich: Schutz des denkmal­geschützten Fleckens und Stiftsbezirkes und Schaffung von Lebensqualität für die Fleckenbewohner.

André Zihlmann, Beromünster

Der Flecken Beromünster mit dem Stiftsbezirk St. Michael ist ein äusserst intaktes Ortsbild von nationaler Bedeutung und ein Bauwerk von europäischem Rang. Hier in Möischter wird in historischem Umfeld modern gelebt und gearbeitet. Ursprünglich führte eine ehemals kleine Dorfstrasse durch den Stiftsbezirk und den Flecken. Heute durchsticht eine stark befahrene Kantonsstrasse den historischen Flecken, was zu einer in vielerlei Hinsichten untragbaren Situation führt. Das seit Jahren ansteigende Verkehrsaufkommen – vor allem auch die Zunahme des Last­wagenfernverkehrs – gefährdet Menschenleben und belastet die Flecken- und Stiftsbewohner durch Lärmimmissionen. Besonders ältere Menschen und Kinder sind dieser Verkehrssituation nicht gewachsen, führt doch der Schulweg vieler Kinder unmittelbar über die Kantonsstrasse, und die Fussgängersituation entlang der Aargauerstrasse ist unzumutbar und äusserst gefährlich.

Schlussendlich sind auch die einmaligen Bauwerke des Chorherrenstifts und die Häuser des historischen Fleckens durch die grosse Verkehrsfrequenz in Gefahr. Abgase sowie massive Erschütterungen durch den Schwerverkehr schädigen die Bausubstanz der Häuser und führen zu einer schleichenden Zerstörung des historischen Fleckens und Stiftsbezirks. Nach jahrelangen Verhandlungen liegt nun mit dem zur Planauflage bereiten Strassenprojekt eine gute, realisierbare Lösung vor, die in erster Linie den Menschen von Möischter, aber auch dem kulturellen Erbe von nationaler Bedeutung zu Gute kommt.

Nathalie Wey, Stiftsbewohnerin, Beromünster

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