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Leserbrief

Doppeladler: Es geht um Zugehörigkeit und Identifikation

«Aufruhr im Land», Zentralschweiz am Sonntag vom 24. Juni

Die sportlichen Leistungen der Schweizer Fussballnationalmannschaft sind bisher recht vielversprechend. Umso enttäuschender sind jedoch die Auftritte unserer Nati vor dem Match oder jüngst in der Doppeladler-Kontroverse. Da stehen jeweils elf Serben oder Brasilianer gegenüber, die voller Inbrunst ihre Nationalhymne singen und vor lauter Stolz ihr Land zu repräsentieren fast platzen! Die Schweizer Spieler hingegen, scheinen bis auf wenige Ausnahmen eher peinlich berührt.

Die Identifikation mit der Schweiz scheint bei dieser bunt zusammengewürfelten Multikulti-Truppe eben nicht so ausgeprägt zu sein. Damit muss man sich als Schweizer Fan halt abfinden. Der Torjubel gegen Serbien, mit der Doppeladler- Pose, ist aber nochmals eine andere Dimension. Es grassierte sogar eine regelrechte «Vogelgrippe», denn insgesamt drei Spieler liessen sich zu dieser unsinnigen Geste verleiten. Dies zeugt von einer Respektlosigkeit gegenüber der Schweiz und deren Fans. Die Schweiz hat die Familien dieser Spieler während des Krieges aufgenommen und Zuflucht gewährt. Hier wurden sie ausgebildet und dank der Schweiz sind diese Kosovo-Kicker zu Fussballmillionären geworden. All dies scheint in emotionalen Momenten vergessen.

Denn wie soll ich mich mit dem Torschützen freuen, wenn dieser mir sogleich zu verstehen gibt, dass er sein Tor eigentlich für die Albaner (sein Volk) erzielt hat? Wenn die Nationalmannschaft spielt, geht es nämlich um wir gegen die. Es geht um Zugehörigkeit und Identifikation. Wenn aber nicht einmal die eigenen Spieler voll und ganz hinter unserem Land stehen, wieso sollte ich denen dann zujubeln? Ich wünschte mir jedenfalls, solche Spieler tragen nie wieder das Schweizer Kreuz. Lieber verliere ich in Würde, statt mit Doppelvögel(n) zu siegen.

Christian Eiholzer, Emmenbrücke

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