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Es gibt andere Bräuche und Rituale als Feuerwerk

Zur Tradition, den Jahreswechsel und den Nationalfeiertag mit Feuerwerk zu feiern

Ist es noch verantwortbar, das neue Jahr mit ohrenbetäubendem «Geböllere» zu begrüssen, und wollen wir es weiter «dulden», dass in dieser Nacht wie auch am 1. August mit dieser umweltzerstörerischen «Knallerei» unsere bereits belastete Luft noch mehr verpestet wird? Menschen, v. a. ältere und Kinder, werden massiv gestört, Tiere in Angst und Schrecken versetzt.

In meinen Augen ist es «egoistisch, rücksichtslos und unsinnig»!

Es gibt andere Bräuche und Rituale, das alte Jahr zu verabschieden und dem neuen die Tür zu öffnen. Es bedarf etwas Fantasie, guten Willen und Engagement.

Eines davon wird von der reformierten Kirche Hünenberg und der reformierten Kirchgemeinde Luzern gepflegt, die jedes Jahr zu Silvester eine Nachtwanderung mit besinnlicher Einlage organisiert; wandernd das «Alte» abschliessen und sich dem «Neuen» öffnen – zum Abschluss gibt’s eine feine Suppe und das Anstossen auf das neue Jahr.

Ich kenne Familien, die es vorziehen, im Freundeskreis zu spielen, die Gemütlichkeit zu pflegen oder in die Natur zu gehen, den Nachthimmel zu betrachten, am Lagerfeuer das Zusammensein zu pflegen und das Neujahr besinnlich zu begrüssen, ohne Alkoholgelage!

Es ist notwendig, unser Denken und Verhalten immer wieder zu hinterfragen, zu prüfen und zu unterscheiden, was letztlich «heilsam» für uns, die anderen, unsere Umwelt und unser Überleben ist!

Wir leben und verhalten uns im Moment so, als ob uns 2,5 Planeten zur Verfügung stehen würden, und beuten den einen, der uns zur Verfügung steht und uns nährt, mit zerstörerischem, egoistischem und kopflosem Verhalten aus.

Ein Zusammenhang ist wohl auch im stetig ansteigenden Alkoholkonsum v. a. auch bei jungen Menschen zu sehen, der abstumpft, unsensibel, unkritisch und selbstbezogen macht und verantwortungsvollem Denken und Handeln im Wege steht. Sorge tragen beginnt bei sich selbst!

Unsere Welt braucht dringend Menschen mit einem klaren, kritischen, wachen Geist, die erkennen, dass das Leben ein kostbares Gut ist, das es zu schützen und zu pflegen gilt. Es darf nicht mehr sein, dass eine Feier wie zu Silvester oder zum 1. August für viele Menschen, Natur, Tier und Umwelt zur Belastung wird, ausgelöst durch rein egoistisches sinnloses Handeln und Gepflogenheiten.

Freiheit hat da ihre Grenzen, wo der andere (Mitmensch, Natur, Tier) in Mitleidenschaft gezogen wird, und das sollte u. a. bei dieser luftverpestenden Knallerei beachtet werden!

Es fehlt uns an Mut, hinzustehen, «Halt» zu sagen und uns für notwendige Veränderungen einzusetzen; wir sind es jedoch unserer wunderbaren Schöpfung, unseren Mitmenschen und Tieren schuldig! Ich bin überzeugt, dass eine Befragung bei der Bevölkerung aufzeigen würde, dass ein Grossteil auf diese schädlichen Feuerwerke verzichten möchte und fähig ist, andere Formen des gemeinsamen Feierns zu praktizieren. Es wäre wünschenswert, wenn sich eine Gruppierung, Partei usw. sich dieser Aufgabe annehmen würde.

Für 2018 gilt also: sorgfältiger werden uns selbst gegenüber und dem Leben rund um uns herum!

Claire Strebel, Hünenberg

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