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Es gibt keine Not für ein neues System

Zum Leserbrief «Es braucht verursachergerechte Entsorgung» in der Ausgabe vom 17. Mai
Ein Sperrgut-Haufen in Stans. (Bild Corinne Glanzmann)

Ein Sperrgut-Haufen in Stans. (Bild Corinne Glanzmann)

Der legendäre Steinersmatt-Haufen hat es wieder einmal in die Zeitung geschafft. Penetrant wird damit suggeriert, ganze Haushalte würden der Sperrgutsammlung zugeführt. Dass dieses Bild die Entsorgung eines grossen Quartiers mit Dutzenden von Wohnungen repräsentiert, scheint offenbar niemanden zu interessieren.

In der Tat gab es zeitweise grössere Mengen Sperrgut. Es wundert nicht, dass die Leute ihre Keller und Garagen räumen, wenn ihnen der Kehrichtverband Nidwalden halbjährlich damit droht, man würde die Gratissammlungen einstellen. Die Spitzen sind jedoch inzwischen längst gebrochen, und entsprechend sind die Haufen kleiner geworden. Jetzt ein neues System zu erzwingen, nur weil es alle anderen machen, ist ein Armutszeugnis. Es gibt sogar schon solche, die glauben, wir bräuchten als Gesellschaft Entsorgungsstellen, damit wir noch andere Menschen treffen können!

Bei der Abfallentsorgung wird nach dem Verursacherprinzip geschrien, ja dieses wird sogar befohlen. Wären die Leute, welche uns mit dieser Doktrin zu unserem Glück zwingen wollen, auch dazu bereit, das Verursacherprinzip anderswo anzuwenden? Man stelle sich vor, wie klein (oder gross) gewisse Krankenkassenprämien plötzlich wären, wie teuer der öffentliche Verkehr wäre oder wie die soziale Wohlfahrt finanziert würde ... Solidarität ist dann sicher plötzlich wieder das Zauberwort!

Es gibt keine Not, die Sperrgutsammlungen neu zu organisieren. Das System funktioniert bestens, ist solidarisch, und die Kosten sind nicht in einem kritischen Bereich. Also hört doch endlich mit dieser Märkli-Zwänglerei auf.

Wäli Kammermann, Dallenwil

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