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Es ist Zeit, klar Stellung zu beziehen

«Steve Bannon tritt in Zürich auf», Ausgabe vom 15. Februar
Johann-Ulrich Gabathuler, Menzingen

Nationalrat Roger Köppel zieht alle Register, um bei seinem Ziehvater und Förderer Christoph Blocher die Überzeugung zu festigen, dass er der Einzige und Beste ist, um diesen als Chefstrategen der SVP zu ersetzen. Wenn denn die Biologie die Zeit mal kommen lässt. Damit zeigt er, dass ohne Blochers Einwilligung in seiner Politik nichts läuft.

Aber was will Blocher mit dem Einsatz von Steve Bannon auf dem schweizerischen Politparkett erreichen? Will er die Bühnenauftritte seines Grins-, Polter- und Spasskabinetts um die Bereiche Rassismus, Antisemitismus, Konflikttreiberei und Menschenrechtsverachtung erweitern oder festigen? Mit Steve Bannon als Hassprediger können nur gerade die schlimmsten aus dem Islam mithalten. Er unterstützt den Ku-Klux-Klan, die rechtsextremen Banden, bekannt aus der zurückliegenden Zeit der grossen Rassenunruhen im Süden der USA, auferstanden in alter Stärke während des Wahlkampfes von Donald Trump. Er hasst alles und jeden, wenn nicht weiss und blond. Der Staat und die Sozialsysteme sind für ihn die Parasiten und bremsen den Erfolg der obersten Gesellschaftsschicht. Sie müssen deshalb schnellstens abgeschafft werden. Dabei beruft er sich auf die von Ayn Rand in deren Buch «Atlas Shrugged» publizierten Thesen. Da soll alles dem unkontrollierten Markt überlassen werden. (Das ist so, als würden alle Signale und Markierungen von den Strassen entfernt, um den Bürgern die Fahrt nach freier Wahl zu überlassen).

Oder will Blocher mit dem Auftritt dieses Staatszerstörers seiner Kampagne im Vorfeld der SRG-Abstimmung neuen Elan einhauchen? Es ist an der Zeit, dass Blochers heimliche Sympathisanten in anderen Parteien von ihren Lippenbekenntnissen gegen die schleichende Staatsvernichtung zu politisch griffigeren Massnahmen wechseln. Die weder von Konzernen und Verbänden unabhängigen, noch ihrem Stimmvolk sich verpflichtet fühlenden Politiker müssen endlich klare Stellung beziehen. Barbusige Strassenauftritte von Parteidirektionsmitgliedern sind dafür ein zu schwaches Hilfsmittel. Ausserhalb der «Basler Zeitung», der «Weltwoche», den 25 durch Blocher kontrollierten Blättern und Tele Blocher gibt es noch ein paar unabhängige Informationskanäle, von denen das Volk in der Gegenwart noch wahre, selbst recherchierte Informationen bekommen kann.

Auf alle Fälle sind die noch nicht strammstehende Presse und die Politik gefordert. Der Bürger hat die Möglichkeit, nein die Pflicht, seine Hausaufgaben zu machen, bevor er als schlechte Alternative und im Glauben an irgendeinen Vorbeter seinen Stimm- und Wahlzettel im Blindflug einwirft. Wie immer sind in der Demokratie diejenigen das grosse Risiko, die sich der Stimme enthalten.

Johann-Ulrich Gabathuler, Menzingen

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