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Leserbrief

Es kann nicht sein, dass die Linde den Dorffrieden gefährdet

Zur Diskussion über die Linden-Skulptur in Kehrsiten

Es ist fast einzigartig, wie man sich in Kehrsiten begegnet. Man lacht zusammen, man tratscht zusammen und man knatscht zusammen. Und immer behält man den Respekt für die Mitmenschen, die Dorfgemeinschaft und die wundervolle Natur in Kehrsiten. So sind auch der Lindenbaum und die Kapelle ein Teil dieser tollen Gemeinschaft. Die Skulptur, die aus der alten Linde entstanden ist, ist ein wundervolles Dorfprojekt. Man konnte sich sogar verewigen mit Namensgravur in Steinen, welche der Linde zu Füssen liegen. Man konnte so den Besuchern still und leise zeigen, dass man Teil der Dorfgemeinschaft ist und hilft, das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Kehrsiten zu bereichern.

Dass unser Projekt «Marien-Linde» nun plötzlich in einer Schublade der Kunst landet und nach Kriterien gemessen wird, die für unsere Linde einfach nicht angemessen sind, ist sehr schade. Die Einweihungsfeier war ein lebendiger und lebensfroher Anlass. Genau das Richtige für eine so schöne Kapelle und ihre neue, junge Linde. Wir hoffen alle von Herzen, dass wir unser Dorfprojekt behalten dürfen und dass sich alles zum Guten wendet.

Felix Nussbaumer und Ruth Bernath, Kehrsiten

In Bayern wird über das Kreuz heftig debattiert. In Kehrsiten wird heftig über die Marien-Skulptur debattiert. Sie erregt die Gemüter, wie es die zahlreichen Leserbriefe zum Ausdruck gebracht haben. Religiöse Symbole sind heute zum Zankapfel geworden. Als zuständiger Pfarradministrator von Kehrsiten stelle ich erfreut fest, dass sich die ganze Dorfbevölkerung für den Verbleib der Marien-Skulptur einsetzt, nämlich dort, wo sie hingehört, zur Kapelle. Danke für diesen Einsatz und das Bekenntnis zur Skulptur. Die Wallfahrtskapelle sowie die «Alte Dame», woraus jetzt die Skulptur entstanden ist, sind die Seele von Kehrsiten. Würde man die Seele berauben, ginge die Wurzel verloren. Deshalb ist zu hoffen, dass die zuständigen Ämter zu einer gütlichen Lösung gelangen und persönliche Animositäten in den Hintergrund gestellt werden.

Daniel M. Bühlmann, Pfarradministrator Kehrsiten

Dass jetzt eine Diskussion über diese Skulptur entfacht wurde, verwundert mich nicht besonders. Ich fahre ab und zu mit dem Velo nach Kehrsiten und habe diese Skulptur schon oft angeschaut. Ich muss ehrlich sagen, sie ist nicht mein Geschmack, aber sie ist nicht hässlich. Ich habe schon manches Denkmal oder Skulptur gesehen, das ich bei weitem als schlimmer empfand. Losgetreten wurde die ganze Sache ja durch verletzte Eitelkeit. Die genauen Hintergründe dieses Disputes entziehen sich meiner Kenntnis. Es wäre ratsam, wenn sich die verschiedenen Parteien, auch mit dem Künstler, der die Skulptur geschaffen hat, zusammensetzen und eine konstruktive Lösung anstreben würden, sofern das überhaupt nötig ist. Ich persönlich empfinde besonders den Standort als problematisch und recht beengend, er lässt dem Kunstwerk keine Luft zum Atmen. Vorstellen könnte ich mir, dass die Skulptur an den See verlagert würde und mit dem Vorplatz in Kontrast treten könnte. Es kann ja wohl nicht sein, dass wegen so einer Linde der Dorffrieden gefährdet ist. Die Idee mit der Linde und der Skulptur ist immer noch sehr bestechend.

Michael Lange, Stansstad

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