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Leserbrief

Familie: Oft keine Hilfe

«Volksinitiative: Weniger Macht für die Kesb», Ausgabe vom 16. Mai

Eben wird eine Initiative lanciert, die einen absoluten Anspruch der Familie fordert, das Sorgerecht für nicht mündige Personen vor die Hilfe der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) zu stellen. Dabei wird der Eindruck verbreitet, dass es sich bei der unmündigen Person um ein Kind, eine behinderte Person oder einen Greis in einer intakten Umgebung handelt. Die Realität in unserer seit über 30 Jahren bestehenden medizinisch-psychotherapeutischen Praxis sieht meistens ganz anders aus: Bis die Kesb angerufen wird, ist die unmündige Person oft jahrelanger Vernachlässigung, chaotischen Beziehungsmustern und allerlei Gewalt ausgesetzt. Die Hilfe durch die Familie ist eben ausgeblieben oder bildet sogar einen Teil des Problems. Die Kesb soll die unmündige Person ja schützen – wenn nötig vor der Familie.

Natürlich sind damit Konflikte programmiert.

Die Initiative würde aber oft Verhältnisse schaffen, die an das Schicksal der Verdingkinder erinnern.

Annie und Jean Berner-Hürbin, Luzern

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