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Leserbrief

Fasnacht ist temporär, wild und lebt vom Engagement vieler

Zum Leserbrief «Ein Angriff auf unser Brauchtum der Luzerner Fasnacht», Ausgabe vom 28. September

Den Entscheid gegen den Maskenbrunnen als einen Angriff auf das Brauchtum der Luzerner Fasnacht zu bezeichnen, ist mehr als lächerlich. Mit der Fasnacht hat dieser «Fasnachtsbrunnen» nämlich nichts zu tun: Er ist einmal Ausdruck einer Mode, sich als exklusive Gruppe ein Denkmal setzen und damit öffentlichen Raum besetzen zu wollen. Nota bene sollte dabei die Allgemeinheit die weiteren anfallenden Kosten für diese Selbstinszenierung tragen. Ein solches «Geschenk» würde wohl jede Privatperson zurückweisen. Wenn sich eine solche Gruppierung auch noch ein Leitbild gibt, welches Frauen und Personen ohne Schweizer Pass von einer Mitgliedschaft ausschliesst, muss sie sich den Vorwurf des Sexismus und wenigstens des Chauvinismus gefallen lassen und ihn ertragen können. Beide Punkte sind dem Naturell der Luzerner Fasnacht diametral entgegengesetzt. Diese ist temporär, wild und lebt vom Engagement vieler, vielfältiger Gruppierungen und Einzelpersonen. Darunter, man stelle sich vor, viele Frauen und Personen, die keinen roten Pass haben. Keine dieser Gruppen und Personen ist bis anhin auf die Idee gekommen, ihrem wilden Treiben müsse ein Denkmal gesetzt werden. Dieses Brauchtum personalisieren zu wollen, muss für Fasnächtlerinnen und Fasnächtler als eine unerhörte Anmassung erscheinen. Zum Schluss sei noch die ketzerische Frage in den Raum gestellt, was denn mit der Luzerner Fasnacht passieren würde, gäbe es die Maskenliebhabergesellschaft (MLG) nicht. Die Fasnacht bliebe die Fasnacht. Auch durch das fasnächtliche Treiben von Personen, die bei der MLG als Mitglieder unerwünscht bleiben. Persönlich sind wir froh, ist die unsägliche Diskussion um den «Fasnachtsbrunnen» endlich vorbei. So können sich alle wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Beispielsweise auf die Sujet-Planung für die kommende Fasnacht.

Joël Mayo, Luzern, und Anna Gallati, Vorstand Juso Stadt Luzern, beide Fasnächtler

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