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Fast alle Massnahmen brauchen Strom

Zur eidgenössischen Abstimmung vom 21. Mai über das Energiegesetz (EnG)

Der Bundesrat hat 2011, ohne das Volk zu befragen, den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen, das bedeutet, dass dannzumal etwa 45 Prozent der Stromerzeugungskapazität fehlen werden. Wegen der CO2-Problematik sollen künftig auch die Kohlenwasserstoff-Energieträger ersetzt werden. Die neue Energiestrategie 2050, über die wir im kommenden Mai abstimmen werden, will mit Energiesparen, gesteigerter Effizienz und subventionierter, erneuerbarer Energie die fehlende Energie ersetzen. Dazu sind auch Stromimporte im Winterhalbjahr vorgesehen. Das tönt gut, ist aber aus mehreren Gründen kaum möglich, in jedem Fall aber zu teuer: Das Stromsparpotenzial ist gering, weil der Stromverbrauch laufend zunimmt. Praktisch alle technischen Sparmassnahmen benötigen Strom (Wärmepumpen, elektrische Steuerungen etc.). Die vorgegebenen Verbrauchszahlen sind bereits heute überholt wegen der Bevölkerungszunahme und der schnell wachsenden Anzahl von E-Bikes und Elektroautos.

Auch die Subventionierung alternativer Energien als Ersatz kann es nicht bringen. Sonne und Wind erzeugen Flatterstrom, was ich als Betreiber einer PV-Anlage persönlich erfahre. Sind die Panels schneebedeckt, ist der Ertrag null (drei Wochen Schnee letzten Winter)! Deshalb, und weil die volle PV-Leistung sowieso nur während etwa 800 Stunden im Jahr möglich ist, müsste die fehlende Strommenge durch importierten (Kohle-)Strom ersetzt werden. Falls man das nicht will und solange keine geeigneten Stromspeicher zur Verfügung stehen, muss, um eine sichere Versorgung garantieren zu können, die gleiche konventionelle Erzeugerkapazität bereitgestellt werden, um bei Ausfall von Sonne und Wind die Versorgung sicherzustellen.

Wegen der zweifelhaften Machbarkeit und der horrenden Kosten ist die Vorlage abzulehnen.

Wir brauchen eine überarbeitete, neue Energiestrategie, die den Einsatz aller Energiequellen ermöglicht. Das Ziel ist eine sichere und effiziente Energieversorgung mit wenig bürokratischen Eingriffen und ohne Subventionen mit der Giesskanne.

Albert C. Iten, alt Kantonsrat CVP, Zug

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