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Fenaco, ein verlässlicher Partner?

«Luzerner Saatzüchter geben auf», Ausgabe vom 22. Juni
Fredy Winiger, Präsident Luzernische Saatzuchtgenossenschaft

Die Mitteilung der Fenaco vom 7. November letzten Jahres, dass auf Ende 2017 die Annahme­stelle Münchrüti für Saatgetreide geschlossen wird, schockte die Luzerner Saatzüchter. Die Geschäftsleitung der Fenaco hatte einen Entschluss gefasst, ohne nur ansatzweise mit dem Vorstand der Luzernischen Saatzuchtgenossenschaft (LSG) in Verbindung zu treten. Wie in der LZ berichtet wurde, ist nun die Schliessung auf Ende 2017 definitiv, da die Fenaco stur auf ihrem Entscheid beharrt und auf keiner Ebene Entgegenkommen signalisierte. Die Zentralschweizer Landwirtschaft ist infolge der topografischen Bedingungen eher klein strukturiert. Deshalb ist die Aussage von Jürg Jost, regionaler Leiter Saatgut der Fenaco, dass sie keine Produzenten ausschliessen, absolut falsch. Die Mindestmenge von 16 Tonnen pro Sorte werden die meisten Saatzüchter nicht erreichen, sodass sie für die Saatgutproduktion infolge zu grosser Transportkosten ausgeschlossen sind.

Eine Falschaussage ist zudem, dass die Ackerbaufläche in der Zentralschweiz tendenziell zurückgehe, da der Trend Richtung Tierhaltung laufe. Viele Landwirte, die infolge unrentabler Milchproduktion diese aufgeben, stellen ihre Betriebe mit Ackerbau auf Nebenerwerbsbetriebe um. Somit wird die Ackerfläche eher höher als tiefer. Eine fragwürdige Aussage ist, dass die Saatgutproduzenten ab der Ernte 2018 bessere Preise erhalten und diejenigen Bauern, die Saatgut einkaufen, dafür tiefere Preise bezahlen werden. Die Wertschöpfung von 100 000 bis gegen 200 000 Franken geht in der Zentralschweiz infolge Aufgabe der Saatgutproduktion verloren. Zudem wird das noch produzierte Saatgut von der Zentralschweiz nach Lyssach oder Winterthur geführt und wieder zurück. Ist das ein ökologischer Beitrag der Fenaco?

Fredy Winiger, Präsident Luzernische Saatzuchtgenossenschaft

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