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Finanzknappheit und internationale Ambitionen

«Theater will ‹Salle› zurecht­biegen», Ausgabe vom 6. Juli

Frau Birgit Aufterbeck Sieber sei Dank! Endlich Klartext. Die Arup-Studie ist ein Auftragsmachwerk: internationale Gastspiele statt Luzerner Theaterszene. Massstab: London und New York (je 8,5 Millionen Einwohner), Toronto und Sidney (je 5 Millionen Einwohner)! Die Arup-Standortkriterienbewertungen beweisen diesen Grössenwahn.

Wenn das Volumen aus Kosten-, Nutzen- und Standortgründen verkleinert werden muss, dann kann ebenso gut am Motorboothafen Alpenquai oder sogar am Theaterplatz gebaut werden. Mit Verzicht auf die erpresserischen 80 Millionen Franken. Teurer für die Steuerzahler wird das nicht. Aber ein Gewinn für die Luzerner Theaterszene.

Die Arup-Studie empfiehlt das Inseli bloss, schliesst den Alpenquai aber überhaupt nicht aus. Sie ist auf www.sallemodulable.ch veröffentlicht. Wer sie nicht herunterladen kann, wende sich an die Medienstelle auf der gleichen Website.

Beat Stocker, Luzern

Was läuft hier falsch? Es scheint, als hätten die Regierung und die Kul­turverantwortlichen den Boden unter den Füssen verloren. Es fehlen 80 Millionen Franken in der Kasse, Dienstaltersgeschenke (eine Motivations- und Wertschätzungsgeste) werden gestrichen, an der Sicherheit (Polizei) wird gespart, aber gleichzeitig beantragt der Kanton für die Projektierung des Prestigeobjektes 7 Millionen Franken, die wir uns nicht leisten können? Sorry, aber das ist totale Volksveräppelung! Die Regierung will Geld ausgeben, das bei weitem nicht vorhanden ist. Auch der Kniefall vor einem Mäzen für gerade einmal einen Drittel der Gesamtkosten wird geübt. Das ist absurd! Neben den bereits existierenden Patienten KKL und Luzerner Theater soll noch ein dritter produziert werden? Lösen wir zuerst die dringendsten Probleme – Verkehrschaos in der Stadt und Agglomeration, Asylwesen, Gesundheitswesen und viele andere echte Herausforderungen. Notabene wurden die Regierung und die Räte vom Volk gewählt, um ihm zu dienen – und nicht, um den Mäzenen zu gefallen.

Martin Zemp, Präsident CVP Meggen, Obmann Eidg. Del. CVP Luzern

Der Theatersaal hätte auch neben dem Inseli Platz. Zwischen dem Inseli und der Schiffswerft haben rund fünfzig private Bootsbesitzer ihre Vergnügungsboote befestigt. Niemand hat sich bisher daran gestört, dass hier öffentlicher Raum im Stadtzentrum grosszügig an Private vermietet wird. Warum haben unsere politischen Vertreter nicht erkannt, dass gerade dieser Platz die beste Lage wäre für den zu planenden Theatersaal? Das wäre auch hinsichtlich Landschaftsschutz die bessere Lösung, das viel kleinere Übel. Um den Seeboden zu schonen, könnte man das Theaterhaus auf einen Schwimmkörper stellen. Dass man das kann, hat unsere Schiffswerft mit dem Objekt «Seerose» glänzend bewiesen. Auf dem Weltmeer fahren schwimmende Grosshotels herum, die mehrfach grösser sind als das hier zu errichtende und zu befestigende Gebäude. Das schwimmende Opernhaus, eine Herausforderung für Designer-Architekten, könnte eine echte Sensation werden, die weltweite Beachtung finden könnte. Mit einer solchen Lösung würden sich auch die meisten Inseliverteidiger zufrieden geben, und die Vorlage hätte an der Volksabstimmung eine Chance.

Erika Spöring, Edgar Bächtold, Luzern

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