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Flüchtlinge: Befremdet über Abschiebung

«Oberkirch: Asylplätze werden aufgestockt», Ausgabe vom 1. September

Als Bewohnerin von Oberkirch nehme ich eine grosse Betroffenheit der Bevölkerung über die Umquartierung der vor dem Umbau in der Chäsi wohnenden Asylsuchenden wahr, insbesondere über das Vorgehen der Abteilung Asyl- und Flüchtlingswesen des Kantons.

Im März hat der weitsichtig ­denkende Gemeinderat mit einer umfassenden Informationsveranstaltung, an der über 200 Interessierte teilnahmen, eine wohlwollende Haltung zur Aufnahme der Asylsuchenden geschaffen. Über 30 freiwillige Helferinnen und Helfer unterstützten seit April die 25 eritreischen Männer beispielhaft.

Von der Integration der Eritreer nach kurzer Zeit sind viele Dorfbewohner beeindruckt. Die Asylsuchenden begegneten den Leuten eher zurückhaltend, aber immer sehr freundlich. Besonders erfreulich ist der unkomplizierte Umgang zwischen den jungen Erwachsenen beim Fussball, Pingpong und Joggen. Als Mitte August die Chäsibewohner unerwartet über ihre Umquartierung auf Ende August informiert wurden, löste der zu diesem Zeitpunkt in keiner ­Weise nachvollziehbare Entscheid bei den Asylsuchenden, der Begleitgruppe und zahlreichen Einwohnerinnen und Einwohnern grosse Betroffenheit aus.

In der Hoffnung, dass die Stellungnahmen ernst genommen würden, gelangten verschiedene Personen an die Abteilung Asyl. Trotz Wissen, dass auf kantonaler Ebene über Konzeptänderungen entschieden wird, befremdet sehr, dass weder die Begleitgruppe noch die Bevölkerung frühzeitig informiert wurde. Sollte die leichte Etappierung des Umzugs eine Beruhigung der Situa­tion anstreben und die Betroffenen vertrösten? Mit der Schlagzeile der «Neuen Luzerner Zeitung» «Kanton hat erstmals Asylplätze in Reserve!» mutet der enorme Zeitdruck unglaublich an.

Dass mit dem Ausbau der Chäsi und der Nutzung des Pfadiheims 80 Bewohnern unterirdischer Unterkünfte ein Umzug in die temporäre Unterkunft Oberkirch ermöglicht wird, ist sicher erstrebenswert. Besorgnis erregend ist hingegen der Umgang mit den 25 gut integrierten Eritreern, der besonders auch für ­unsere junge Generation alles andere als vorbildlich ist.

Unverständlich bleibt, dass keine Lösung unterstützt wurde, um ein Abschieben der Chäsibewohner aus Oberkirch zu verhindern.

Ruth Duss-Hunkeler, Oberkirch

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