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Fragen zum Strassentunnel

«Ebikon: Schon fast ein Drittel der Unterschriften beisammen», Ausgabe vom 7. Februar
Sandor Horvath, Präsident Grünliberale Partei, Ebikon

Mit dem Projekt Huwiler würde die Kantonstrasse in Ebikon über eine Strecke von 280 Metern in einen Tunnel verschwinden. Genial! Am Anfang liess ich mich auch von dieser Idee überzeugen. Aber auf den zweiten Blick überwiegen für mich – im Vergleich zum Masterplan – die negativen Aspekte und viele offenen Fragen: Wollen wir unseren Moränenhügel zubetonieren und zerstören? Oder wollen wir die Moräne mit einem Moränenpark aufwerten, wie im Masterplan vorgesehen? Glauben wir, dass der Verkehr sich nur durch einen Tunnel bannen lässt, oder glauben wir an die Zähmung der Kantonsstrasse durch Innovationen wie leisere Motoren, Flüsterbeläge, Flüsterreifen, Lärmreduktion durch Temporeduktion, Stauvermeidung durch Erhöhung der Verkehrsdurchlässigkeit, intensive Begrünung? Wollen wir ein schwarzes Tunnelloch oder wollen wir eine breite und begrünte «Äbiker-Allee» und eine damit verbundene Aufwertung der Ladenflächen an der Kantonstrasse gemäss Masterplan?

Wollen wir E-Bike-Fahrer in einen Strassentunnel verbannen? Oder wollen wir gemischte Verkehrsflächen aufwerten wie im Masterplan vorgesehen? Wollen wir eine Einzelmassnahme über 280 Meter, oder wollen wir eine nachhaltige Gesamtlösung für das gesamte Dorf? Wollen wir uns mit einem Tunnellochprojekt die Zukunft verbauen, oder glauben wir, dass durch die zunehmende Digitalisierung und Elektrifizierung des Verkehrs der breite Ebikoner Strassenraum in Zukunft tageszeiten- und nutzungsabhängig differenziert genutzt werden wird – zum Beispiel durch variable Nutzung der Verkehrsspuren?

Wollen wir die Steuern erhöhen, um einen Tunnel zu bauen? Oder wollen wir die Zähmung der Kantonsstrasse aus dem kantonalen Budget finanzieren?

Ich freue mich, dass das Tunnellochprojekt politische Diskussionen auslöst. Bilden Sie sich auch eine eigene Meinung, berücksichtigen und hinterfragen Sie alle Argumente kritisch. Und ich hätte da auch noch eine Utopie: Wie wäre es mit einem Strassentunnel, der parallel zum Tiefbahnhoftunnel nach Ebikon verläuft? Dann könnten wir den Agglomerationsverkehr unter die Erde bannen und die gesamte Kantonsstrasse beruhigen. Was spricht dafür und was dagegen?

Sandor Horvath, Präsident Grünliberale Partei, Ebikon

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