Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Fragwürdiger «Abholdienst»

«Retter geraten selbst in Seenot», Ausgabe vom 18. April
Urs Diethelm, Zug

Nachdem am Osterwochenende angeblich mehrere tausend Menschen aus Seenot gerettet wurden, müssen die staatlichen (Frontex) und zunehmend auch die privaten Hilfsorganisationen sich allmählich ernsthaft fragen, welchen Sinn und welche Zukunft diese Abholdienste insbesondere vor der libyschen Küste haben. Zu berücksichtigen sind dabei drei Tatsachen: 1. Die europäischen Länder nehmen mehrheitlich kaum mehr Flüchtlinge auf. 2. Die Rückführung von rechtsgültig abgewiesenen Asylbewerbern gelingt nur in seltensten Fällen, sie bleiben einfach weiter hier respektive tauchen für immer unter. 3. Italien hat als vorläufiges Aufnahmeland seine Kapazitäten längst erreicht, und wenn dies in den kommenden Sommermonaten mit der ruhigeren See so weitergeht, ist auch in diesem Land mit zunehmend heftigeren bis gewaltsamen Protesten zu rechnen. Vor allem aber leisten diese zweifelsohne unsere Hochachtung verdienenden hilfsbereiten Menschen den Schleppern so lange einen unverantwortlichen Gefallen, bis diese nicht endlich an ihrem zynischen Geschäft gehindert werden. Jetzt aber lassen diese Verbrecher die auf ein besseres Leben hoffenden afrikanischen Flüchtlinge weiterhin für teures Geld in zunehmend seeuntüchtigeren «Schiffen» aufs Meer hinaus, worauf diese dann nach wenigen Meilen gerettet werden müssen, ansonsten ihre Schlauchboote und veralteten Kähne unweigerlich sinken.

Urs Diethelm, Zug

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.