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Fragwürdiges Lobbying von Bruno Pezzatti

Zur SRF-«Rundschau»-Sendung «Zucker-Lobby: Die süsse Macht im Bundeshaus»
Zari Dzaferi, Kantonsrat Sp, Baar

Die Rundschau deckte kürzlich auf, wie sich Gesundheitspoli­tiker als Lobbyisten für die Zuckerbranche einspannen lassen. Darunter ist auch der Zuger FDP-Nationalrat Bruno Pezzatti.

Nebst anderen «Lobby-Mandaten» betreibt er auch Lobbying für die Informationsgruppe Erfrischungsgetränke (IGEG), die von Coca-Cola, Red Bull, Rivella und Ramseier finanziert wird.

Zusammen mit anderen Playern in der «Zuckerindustrie» kämpft die IGEG gegen Steuern für stark gezuckerte Produkte. Diese sollen für Informations- und Präventionskampagnen verwendet werden. Eigentlich etwas Sinnvolles, wenn man dies aus gesundheitspolitischer Sicht betrachtet. Als Lobbyist der IGEG ist FDP-Nationalrat Bruno Pezzatti allerdings klar dagegen.

Auch klar ist, dass er zu seiner «Verteidigung» traditionell-liberale Floskeln hervorholt: «Es braucht keinen Staatsinterventionismus» oder «man soll den Bürger nicht bevormunden».

Ebenso klar ist, dass er für dieses fragwürdige Engagement nicht mit Getränkegutscheinen von Coca-Cola, Red Bull, Rivella oder Ramseier, sondern mit Schweizer Franken «entlöhnt» wird. Wie viele es sind, wird Pezzatti sicherlich nicht veröffentlichen. Es dürfte aber genug sein, damit er als sogenannter Gesundheitspolitiker lieber die Interessen der Zuckerlobby als jene der Bevölkerung vertritt.

Das ist umso stossender, als Zuckerkonsum und Anteil Übergewichtige in den letzten Jahren massiv zugenommen haben.

Immerhin lobbyiert der FDP-Nationalrat gleichzeitig auch noch für Krankenkassen. Diese werden schliesslich auch gefragt sein, wenn die Gesundheitskosten durch übermässigen Zuckerkonsum weiter ansteigen werden.

Ich frage mich hier, wann Pezzatti nebst den bezahlten «Lobby-Mandaten» aus der Wirtschaft Zeit findet, um für die Interessen der Bevölkerung einzustehen.

Zari Dzaferi, Kantonsrat SP, Baar

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