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Fühlen wir uns immer noch rückständig?

Zur Abstimmung vom 26. November über die 10 Millionen Franken für den Flugplatz Buochs

Das Flugfeld Buochs ist für Nidwalden ein Glücksfall. Die Pilatus-Werke konnten in den letzten Jahren ein ausserordentliches Wachstum verzeichnen. Die ganze Region wächst, unabhängig davon, kontinuierlich, sogar überdurchschnittlich.

Beim Anlass «Perspektiven 2018» hob sich Nidwalden bei der aktuellen wirtschaftlichen Beurteilung wie auch bei den Prognosen von den Zentralschweizer Kantonen ab. Die erwähnte Progression unseres Kantons zeichnet sich durch ihren stetigen, über einen längeren Zeitraum gereiften Aufschwung aus. Erfahrungs­gemäss erweisen sich gerade solche Konjunkturentwicklungen als lang andauernd und beständig. In Zukunft, so suggerieren einige Wirtschaftsexponenten, soll jede weitere Entwicklung nur mit der 10-Millionen-Franken-Beteiligung des Kantons am Flugfeld möglich sein. Es scheint, als ob die aktuelle Situation nicht alle zufriedenstellt. Einige erhoffen sich offensichtlich nach dem gängigen gesellschaftlichen Streben ein viel schnelleres, grösseres Wachstum und letztendlich, obwohl unausgesprochen, vor allem mehr Geld in der eigenen Tasche.

Woran orientieren sich jene, welche jede weitere Entwicklung zwingend an die Finanzspritze knüpfen? An den grösseren, vermeintlich erfolgreicheren Kantonen? Fühlen wir uns ihnen gegenüber immer noch als rückständig, ja «unter»-entwickelt? Wünschen wir uns insgeheim lieber heute als morgen ähnliche Verhältnisse wie in den boomenden Schmelz­tiegeln wie der Agglomeration Zürich? Mit der Entwicklung und den Zukunftsaussichten brauchen wir uns nicht zu verstecken. Im Gegenteil, wir haben mit unseren Ressourcen eine eigene Identität geschaffen. Benötigen wir wirklich weitere, künstliche Impulse?

«Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.» Unter diesem Kontext erweist sich das angeführte Argument der Nachhaltigkeit als wahre Worthülse. Die weiteren Punkte bedürfen ebenfalls einer eingehenderen Betrachtung; gerade bei Abstimmungen muss das Augenmerk auf (bewusst) verschwiegene und nicht erwähnte Fakten gelegt werden. Wir Menschen orientieren uns leider oft an Aspekten, welche wir nicht haben und von denen wir glauben, dass sie für unser vollkommenes Glück unab­dingbar sind. Betrachten wir unseren Reichtum, Dinge, welche wir haben: den Flugplatz, Aviatikfirmen und andere Unter­nehmungen, eine wachsende Wirtschaft mit guten Prognosen – vereinbar mit Lebens- und Wohnqualität (Natur und Er­holung) – heutzutage von vielen beneidet und gesucht. Mit einem Nein ebnen wir den Weg für einen weiter-­­ hin massvollen, gesunden Aufschwung und regeln die kantonale Mitsprache ohne finanzielle Risiken.

Andrea Blättler, Buochs

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