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Für und Wider das Hochhausreglement

Zur Abstimmung vom 26. November in der Stadt Zug über das Hochhausreglement

Zug soll kein Manhattan werden, sieht man derzeit auf den Abstimmungsplakaten. Aber wo soll Zug kein Manhattan werden? Am Hang, da dürfen höchstens Hochhäuser der Hochhauszone ins Sichtfenster ragen. Im Herti, mit Ausnahme des noch nicht durch die Instanzen gegangenen Hochhauses vor dem Hertizentrum. Selbstverständlich auch nicht südlich der Baarerstrasse und in der Altstadt. Zusätzliche Hochhäuser sollen in Zukunft primär entlang der Baarerstrasse und der Bahngleise zwischen Zug und Baar sowie in der äusseren Lorzenallmend, nahe dem Naturschutz- und mitten im heutigen Naherholungsgebiet, gebaut werden.

Dass das als Wohn- und Arbeitszone eingezonte Land in der äusseren Lorzenallmend irgendwann überbaut wird, das wissen wir seit über 20 Jahren. Aber dass das ganze Gebiet am Siedlungsrand jetzt von einer Hochhauszone überlagert werden soll, in der mehrere bis zu 50 Meter (ca. 17 Stockwerke) hohe Hochhäuser zulässig sind, das hätte doch wirklich eine Auseinandersetzung mit der Bevölkerung gebraucht. Der Quartierverein Westwind hat sich vor einem Jahr in einer ausführlichen Eingabe zum Quartiergestaltungsplan «Äussere Lorzenallmend» geäussert, eine Kontaktaufnahme durch die Stadt ist bis auf eine Eingangsbestätigung bis dato noch nicht erfolgt. Und jetzt soll die Stadtbevölkerung so ein grundeigentümerverbindliches Reglement besiegeln, und der Westen soll das dann schlucken.

Wieder einmal scheint es, dass dem Westen die Lasten der Stadt gerne aufgebürdet werden, denn die äussere Lorzen­allmend ist (noch) nicht in der allgemeinen Wahrnehmung existent. Alle konzentrieren sich jetzt auf die «Skyline» entlang der Baarerstrasse, aber niemand fokussiert auf die Ausdehnung der Stadt am westlichen Siedlungsrand, die dieses Reglement aber ebenfalls im Auge hat. Wenn im Stadtzentrum teure Büros entstehen, müssen am Rand rentable Wohnungen gebaut werden. Und das geht doch am Besten im Westen.

Der Quartierverein Westwind versucht, die Interessen der gesamten Quartierbevölkerung zu vertreten. Dass die äussere Lorzenallmend Kopfzerbrechen bereitet, haben wir klar wahrgenommen, als es ums Schulhaus Riedmatt ging. Die Angst, dass mit erneuter Bautätigkeit die Schulhausplanung wieder nicht mithalten kann, ist gross. Und dass eine grüne Wiese nicht einfach mit Hochhäusern zugepflastert werden soll, sondern eine qualitätsvolle Verdichtung möglichst im Bestand gefragt ist, liess uns zuletzt die Abstimmung zum Unterfeld Zug/Baar erfahren. Wir stellen uns nicht gegen eine Überbauung der äusseren Lorzenallmend, wir wollen diese nur möglichst quartierverträglich erhalten.

Für den Vorstand des Quartiervereins Westwind: Thomas Warnecke, Sreelatha Vijayananda, Zug

Die Zeiten sind – trotz des anhaltenden und vielleicht auch trügerischen Börsenbooms – härter geworden. Die Meldungen über Firmenverlagerungen und den Abbau von Arbeitsplätzen häufen sich nicht nur in der Industrie, sondern auch im Dienstleistungssektor. Der Standortwettbewerb hat sich verschärft, und zwar, wie das Beispiel Astra-Zeneca zeigt, nicht nur im internationalen und nationalen Massstab, sondern sogar in der engsten Umgebung. Die Diskussionen um Sparmassnahmen und allenfalls sogar mögliche Steuererhöhungen zeigen, dass auch im Zuger «Paradies» nicht mehr nur eitel Freude herrscht.

In diesem schwieriger gewordenen Umfeld sind zwei Punkte wichtig: Zum einen müssen wir offenbleiben für neue Entwicklungen, auch neue Ansiedlungen von Firmen, und das heisst auch für ein massvolles Wachstum. Zum anderen müssen die Regeln und Rahmenbedingungen für die Wirtschaft klar und verlässlich sein. Das Hochhausreglement der Stadt Zug, über das wir abstimmen, erfüllt beide Anforderungen. Es legt für zukünftige Projekte einen eigentümerverbindlichen Rahmen fest und definiert die städtebaulichen und architektonischen Anforderungen an die Qualität. Gleichzeitig bietet es aber auch Raum für vernünftige Erneuerungen und grössere Bauprojekte. Genau diese Luft zum wirtschaftlichen Atmen wollen die Gegner des Reglements der Stadt Zug abschneiden. Sie planen nämlich, nach einem Nein eine Initiative für ein eigentliches Hochhausverhinderungsreglement einzureichen. Stoppen wir diesen Unfug der linken Verhinderungstaktiker, welche schon das Wohnbauprojekt Unterfeld und den Stadttunnel versenkt haben, mit einem klaren Ja am 26. November.

Cornelia Stocker, FDP-Kantonsrätin, Zug

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