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Gehören doch Kopien auf die Kapellbrücke?

«Kapellbrücke soll neue Bilder erhalten», Ausgabe vom 7. Juli
Hans Kuhn, Malters

Man stelle sich vor: eine Trachtenfrau am Jodlerfest kniefrei, mit Netzstrümpfen und Stöckelschuhen. Das wäre die historische, weltberühmte Kapellbrücke mit modernen Helgen unter dem Giebeldach. Leiden gewisse Politiker an einem Sonnenstich? Jetzt ist es höchste Zeit, dass das Luzerner Volk entscheiden kann. Die Kapellbrücke ist ein Kulturgut, das dem ganzen Volk gehört – und nicht bloss einigen Parlamentariern. Auch in weltberühmten Museen hängen Kopien berühmter Werke. Das sollte auch auf einer Brücke möglich sein. Jungfreisinnige «a d’ Seck».

Hans Kuhn, Malters

Die Kapellbrücke mit ihren Bildtafeln ist untrennbar mit überlieferten Geschichten erfüllt. Nach dem Brand von 1993 glaubte man, dass diese charmante Verbindung zwischen dem linken und dem rechten Reussufer nie mehr so sein werde wie früher. Dass der dumpf hallende Schritt über die weltbekannte Brücke wohl nicht mehr zu vernehmen sein werde. Doch die damaligen Stadtverantwortlichen haben zusammen mit Handwerkern dieses kulturelle Erbe wieder in alter Schönheit aufgebaut. Die abgebrannte Kapellbrücke wurde nicht durch eine moderne Konstruktion ersetzt. Nun machen SP, CVP und GLP den unmöglichen Vorschlag, neue, zeitgenössische Bilder in den leeren Brückengiebeln aufzuhängen. Moderne Kunst, die niemand versteht und die schwer zu erklären ist. Da vertrete ich die klare Meinung, dass die ehrwürdige Kapellbrücke nicht der richtige Platz ist für intellektuelle Experimente. Die von Jost Schumacher in Auftrag gegebenen Kopien mögen vielleicht nicht allen künstlerischen Ansprüchen genügen, doch zeigen diese bildhaft Geschichten unserer Vergangenheit. Diese haben mit Herkommen, mit Überlieferungen zu tun. Uns an dieses Geschehen zu erinnern, ist wichtig. Denn wer die Zukunft gestalten will, muss die Vergangenheit kennen.

Paul Steiner, Luzern

Mir ist nicht klar, warum die Zeit reif sein soll für neue Bilder auf der Kapellbrücke. Dieses einmalige Baudenkmal genügt sich und uns auch ohne die leider zerstörten Originalbilder. Sie bietet beim Durchschreiten tolle Ausblicke zur Altstadt und Richtung See. Die Brücke ist nicht eine Kopie, wie im Artikel beschrieben, sondern eine sorgfältige Rekonstruktion mit den erhaltenen Brückenköpfen und Fundamenten, zusammen mit dem bestehenden Wasserturm. Dass der originale Bilderschmuck fehlt, ist natürlich schade. Aber die Bedeutung und Funktion des Baudenkmals wird nicht so sehr geschmälert, dass man nun eine neue Bilderserie dafür «erfinden» müsste. Ein Mehrwert mit neuen Bildern ist für mich nicht erkennbar. Im Gegenteil beinhaltet es die reale Gefahr einer Abwertung der Kapellbrücke. Stehen wir zur Geschichte der zerstörten Bilder. Die Zeit ist reif dafür!

Fredi Schenkel, Luzern

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