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Gerhard Pfister – hat der Wind gedreht?

«Das nächste Sparpaket schafft die erste Hürde», Ausgabe vom 30. Juni

Am 22. Juni kritisierten die beiden Verwaltungsratspräsidenten der Schifffahrtsgesellschaft für den Zugersee AG (Peter Hodel) und der Ägerisee Schifffahrt AG (Gerhard Pfister) in einem Brief an alle Mitglieder des Zuger Kantonsrats die Absicht der Regierung, die beiden Schifffahrtsgesellschaften nur noch unter der Bedingung zu unterstützen, wenn diese einen Kostendeckungsgrad von 70 Prozent erreichen. Peter Hodel und Gerhard Pfister bezichtigten die Kantonsrätinnen und Kantonsräte als Totengräber der konzessionierten Schifffahrt auf dem Ägerisee, wenn sie dieser Sparmassnahme zustimmen würden. Am 26. Juni folgte die grosse Überraschung: In einem gemeinsamen Brief mit den beiden Regierungsräten Matthias Michel und Heinz Tännler baten Sie uns Kantonsrätinnen und Kantonsräte, der Erhöhung des Kostendeckungsgrades zuzustimmen. Nun: Wie wird man als Kantonsrätin innerhalb von vier Tagen von der potenziellen Totengräberin der Ägerisee-Schifffahrt zur Retterin der Kantonsfinanzen? Wie ist ein solcher Umschwung in dieser kurzen Zeit bloss möglich? Was hat beispielsweise Gerhard Pfister, immerhin Präsident einer staatstragenden Partei, dazu gebracht, innerhalb von nicht einmal einer Woche seine Meinung um 180 Grad zu ändern? «Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?», meinte Konrad Adenauer einmal, als er auf eine widersprüchliche Aussage aufmerksam gemacht wurde. Um dann nachzuschieben: «Man kann immer seinen Standpunkt ändern, weil dir niemand verbieten kann, klüger zu werden.» Klüger werden hat immer einen Hintergrund. Die Argumente können es im Fall der Zuger Schifffahrt nicht gewesen sein, denn diese waren seit einem Jahr bekannt. Was war es dann?

«Het de Wind gcheert?» Leider waren die beiden Herren nicht persönlich im Kantonsrat, ich hätte ihnen die Frage gerne gestellt.

Esther Haas, Kantonsrätin ALG, Cham

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